Paderborns Kapitän spielt in Hannover eine halbe Stunde und führt das Team beim Sportlerball an
Christian Strohdiek: „Der Trainer geht uns allen auf den Sack“

Hannover/Paderborn (WB/pk). Er ist der Kapitän des SC Paderborn, auch wenn er sein letztes Pflichtspiel am 21. September (1:2 bei Hertha BSC) absolviert hat. Doch man hatte das Gefühl, das Wochenende war für Christian Strohdiek der vorgezogene 32. Geburtstag, den das Paderborner Urgestein eigentlich erst am 22. Januar begeht. Er führte den SCP beim Sportlerball am Samstagabend als Mannschaft des Jahres auf die Bühne und repräsentierte den Verein am Sonntag im „Doppelpass“ bei Sport 1.

Montag, 13.01.2020, 01:55 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 06:48 Uhr
Christian Strohdiek. Foto: Jörn Hannemann
Christian Strohdiek. Foto: Jörn Hannemann

Strohdiek, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft, genoss es sichtlich, mal wieder im Rampenlicht zu stehen. Da passte es ins Bild, dass ihn Pressesprecher Matthias Hack nach dem 1:0 in Hannover zu den Journalisten führte. Zuvor durfte „Tucker“, wie Leidensgenosse Uwe Hünemeier (34), eine halbe Stunde ran, die Stammplätze in der Innenverteidigung gehören mit Sebastian Schonlau (25) und Luca Kilian (20) längst der jüngeren Generation.

„Natürlich bin ich unzufrieden, das weiß auch der Trainer, mit dem ich ein offenes Gespräch hatte. Ich will definitiv nicht nur derjenige sein, der andere ranführt“, sagte Strohdiek nach dem Abpfiff. Einen Tag später im „Doppelpass“ relativierte er: „Auch wenn es gerade für einen Kapitän keine einfache Situation ist, kann man trotzdem Einfluss nehmen und die Jungs mitziehen.“

Mannschaft ist froh, dass sie den Trainer hat

Das wird wohl auch in der Rückrunde seine Hauptaufgabe bleiben und die erfüllt er nach Ansicht seines Trainers außergewöhnlich gut. „Christian ist nicht Kapitän, weil er spielt oder nicht spielt. Er ist es, weil er ein Typ ist und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe“, sagte Steffen Baumgart. Und die Mannschaft ist froh, dass sie den Trainer hat, auch wenn Strohdiek im TV mit einem Lächeln lästerte: „Der kann keine fünf Minuten still sitzen und ist mehr außerhalb als in der Coaching-Zone. Damit geht er uns allen auf den Sack.“

Angesprochen auf den Wechsel seines ehemaligen Mitspielers Alex Nübel meine er: „Wenn ich zum FC Bayern wechseln könnte, würden mich meine Mitspieler mit dem Fahrrad nach München bringen.“ Er selbst wählte am Sonntag mit seiner Ehefrau Eva Marszalkowski das Flugzeug.

Auch wenn die Ergebnisse des SCP in der Hinrunde oft nicht gepasst hätten, die Freude am Fußball sei immer da gewesen: „Daher bin ich optimistisch, dass wir die nötigen Punkte holen werden.“

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