SCP rannte in der Hinrunde 2034,8 Kilometer – nur Leverkusen hält mit
Kein Team läuft mehr

Paderborn (WB). Wenn am Sonntagabend (18 Uhr, Benteler-Arena) auch für den SC Paderborn die Bundesliga-Rückrunde beginnt, dürfen sich die Zuschauer auf ein besonders intensives Spiel freuen: Gegner ist Bayer 04 Leverkusen und beide Teams schlossen die Hinrunde als laufstärkste Teams der Liga ab.

Mittwoch, 15.01.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 05:02 Uhr
Die Dauerläufer im Duell: Sebastian Vasiliadis ist Paderborns Nummer 1, Joshua Kimmich ist ligaweit spitze. Foto: dpa
Die Dauerläufer im Duell: Sebastian Vasiliadis ist Paderborns Nummer 1, Joshua Kimmich ist ligaweit spitze. Foto: dpa
Die Statistik der laufstärksten Vereine und Spieler der 1. Bundesliga.

Die Statistik der laufstärksten Vereine und Spieler der 1. Bundesliga.

In Zahlen ausgedrückt liest sich das so: Die Spieler des SC Paderborn liefen in den ersten 17 Spielen 2034,8 Kilometer, das entspricht 119,7 Kilometern pro Partie. Keine andere Mannschaft konnte diesen Wert toppen, sehr nah kam den Ostwestfalen nur der Werksklub: Das Team um Trainer Peter Bosz rannte 2031,8 Kilometer und damit 119,5 Kilometer pro Spieltag.

Als Team glänzte aber der SCP und damit stellte das Schlusslicht der Liga in dieser Wertung mal eben die Tabelle auf den Kopf. Letzter ist hier übrigens Düsseldorf, die Fortunen kamen auf 1893,5 Kilometer, pro Spiel sind das etwa acht Kilometer weniger.

Vasiliadis: gefühlt immer unterwegs

Eine Einzelwertung gibt es hier auch, über die Nummer 1 im SCP-Kader wundert sich aber niemand: Sebastian Vasiliadis . Gefühlt ist der 22-Jährige immer unterwegs, kommt nach der Hinrunde auf 185,4 Kilometer und liegt damit auf Rang zehn in der Liste aller Bundesliga-Profis. Der beste Leverkusener ist Sven Bender, mit 185 Kilometern knapp geschlagen auf Rang elf.

Sven Bender ist der beste Leverkusener: Der 30-Jährige schloss die Hinrunde mit einer Laufleistung von 185,4 Kilometern ab.

Sven Bender ist der beste Leverkusener: Der 30-Jährige schloss die Hinrunde mit einer Laufleistung von 185,4 Kilometern ab. Foto: dpa

Die klare Nummer 1 ist Münchens Nationalspieler Joshua Kimmich (208,8 Kilometer), allerdings versäumte der 24-Jährige kein einziges Bundesligaspiel, Vasiliadis war dagegen einmal gelbgesperrt. Die Zwangspause kurz vor Weihnachten nutzte der Deutsch-Grieche für eine Leisten-OP, feierte am Samstag in Hannover aber bereits sein Comeback und spulte eine Hälfte ab, als wenn er nie weg gewesen wäre.

Dabei ist das Paderborner Pensum enorm. Das belegen diese Zahlen und damit tun sich manchmal gerade die Neuzugänge schwer. Ein gutes Beispiel ist Abdelhamid Sabiri. Der hochtalentierte offensive Mittelfeldspieler (aktueller Marktwert 1,3 Millionen Euro) kam Ende August von Huddersfield Town (nur 13 Einsätze in zwei Jahren) und hatte lange Zeit mit seiner Fitness zu kämpfen. »Seine Qualität ist unglaublich«, sagte Manager Martin Przondziono Mitte September, schränkte damals aber noch ein: »Bei dem würde im Moment nach 20 Minuten der gesamte Körper brennen, deshalb kann er sich noch nicht so einbringen.«

Sabiri in Ostwestfalen-Lippe angekommen

Das änderte sich sehr eindrucksvoll am Ende der Hinrunde. Für den gesperrten Vasiliadis rückte gegen Eintracht Frankfurt Sabiri in die Startelf, Baumgart stellte gleichzeitig sein System auf 4-3-3 um und damit die Weichen auf Saisonsieg Nummer drei. Denn ausgerechnet der gebürtige Frankfurter Sabiri machte nicht nur ein gutes Spiel, er traf gegen die Eintracht mit einem Traumtor auch noch zur frühen Führung, am Ende gewann der Liga-Letzte gegen den Europa League-Teilnehmer mit 2:1.

Dass Sabiri jetzt in Ostwestfalen auch sportlich angekommen ist, zeigte er beim 1:0-Testspielsieg in Hannover. Da kam der Deutsch-Marokkaner zwar erst in Durchgang zwei, zählte am Ende aber dennoch zu den auffälligsten SCPern.

Auch bei den intensiven Läufen vorne dabei

Bei den intensiven Läufen sind die Paderborner ebenfalls vorne dabei. Mit insgesamt 12.131 – 714 pro Partie – belegen sie den zweiten Rang. Hier liegt diesmal Bayer Leverkusen (12.500) vorn. Auch die Anzahl der Sprints kann sich sehen lassen: 3855 insgesamt – also 227 pro Spiel – bringen dem SCP den sechsten Platz unter den Bundesligisten. Dicht gefolgt von Bayer (3846), klar geschlagen von den Bayern, die 4150 Sprints anziehen.

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