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Mo., 27.01.2020

Strohdiek nach vier Monaten wieder im Team – Kilian fällt mindestens drei Wochen aus Die Rückkehr des Kapitäns

Freude pur in Freiburg: Christian Strohdiek, Jamilu Collins und Laurent Jans bejubeln nach Schlusspfiff den Auswärtssieg.

Freude pur in Freiburg: Christian Strohdiek, Jamilu Collins und Laurent Jans bejubeln nach Schlusspfiff den Auswärtssieg. Foto: dpa

Freiburg (WB/MR). Wann sich Luca Kilian verletzt hatte, verriet Steffen Baumgart auch nach dem 2:0-Sieg in Freiburg nicht. Das ist ungewöhnlich für Paderborns Trainer, der eigentlich immer alles offen und direkt anspricht. Ähnlich überraschend waren seine personellen Konsequenzen: Christian Strohdiek kehrte nach vier Monaten Pause wieder ins Team zurück, Uwe Hünemeier blieb auf der Bank.

Doch der Reihe nach: Kilian hatte sich nach einem „Fehltritt beim Abschlusstraining“ (O-Ton Baumgart) Muskeln und eine Sehne „im hinteren Bereich“ verletzt. Bei gutem Heilungsverlauf fällt der U21-Nationalspieler etwa drei Wochen aus, es kann aber auch noch deutlich länger dauern. 

Ihn ersetzte am Samstag der Kapitän. Vorerst. Baumgart betonte, die Entscheidung gelte nur für Freiburg. Das zeigt schon, wie schwer sich der 48-Jährige mit der Besetzung seiner Abwehrzentrale tut. Zuletzt spielte immer die Zukunft mit Sebastian Schonlau (25) und Kilian (20), Hünemeier (34) und Strohdiek (32) fast gar nicht. Letztgenannter kam nach der 1:2-Niederlage am 21. September bei Hertha keine Minute mehr zum Einsatz, Hünemeier nach seiner Ausbootung nur zu einem Kurzeinsatz.  Das sind die Fakten. „Ich hätte würfeln können. Beide sind sehr erfahren und arbeiten gut im Training“, sagte Baumgart. Er wird am Ende nicht geknobelt haben, sondern seinem Bauchgefühl gefolgt sein. Das täuschte ihn nicht.

Am Ende steht die Null

Christian Strohdiek zeigte eine fast tadellose Leistung und hatte als Innenverteidiger entscheidenden Anteil daran, dass am Ende hinten die Null stand. „Die 90 Minuten haben nach so langer Zeit gut getan“, gab Strohdiek später erleichtert zu. Bei der Beurteilung seiner eigenen Leistung hielt er sich zurück. „Sie war solide. Wenn ich gebraucht werde, will ich auf den Punkt da sein und der Mannschaft helfen. Dafür arbeite ich Tag für Tag, und das ist mir gegen Freiburg ganz gut gelungen.“

Stichwort Freiburg: Das Hinspiel verlor der SCP bekanntlich 1:3, eine unglückliche Hauptrolle spielte damals Christian Strohdiek. Er war im ersten Bundesliga-Heimspiel an allen drei Gegentoren beteiligt und stellte sich hinterher auch jeder Kritik: „Da hilft kein Jammern, heute muss ich mir den Großteil unserer Fehler ankreiden.“

Von Bedeutung waren die 90 Minuten vom 24. August nicht mehr. Strohdiek wollte sich gar nicht mehr erinnern und meinte: „Ich habe fast 200 Spiele in der 1. und 2. Liga gemacht, da merke ich mir nicht, wann ich mal gut oder schlecht war.“ Nach ein paar Sekunden schob er dann noch nach: „Oder soll ich dem Trainer etwa sagen, dass ich nicht spielen will, weil mein letztes Spiel gegen Freiburg schlecht war?“ Auch Baumgart winkte ab: „Hinspiel? Christians Fehler gegen Freiburg? Das war im letzten Jahrzehnt, das interessiert mich nicht mehr.“

Am Ende des Tages werden alle zufrieden sein. Strohdiek, weil seine Leistung stimmte. Baumgart, weil er die richtige Wahl traf, und ein wenig auch Uwe Hünemeier: Der kam als zusätzliche Absicherung in der Schlussphase und half mit, hinten die Null zu halten.

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