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Mo., 10.02.2020

Bei Klaus Gjasula überwiegt nach dem Schalke-Spiel das Glück Ein Torschütze mit großem „Durst“

Klaus Gjasula versucht, Amine Harit (Schalke 04) den Ball abzunehmen.

Klaus Gjasula versucht, Amine Harit (Schalke 04) den Ball abzunehmen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Gelsenkirchen (WB/pk). Er kam mit einer Trinkflasche in die Mixed-Zone und nahm daraus immer wieder große Schlucke. Dabei war es nicht etwa so, dass Klaus Gjasula körperlich am Ende war, sein „Durst“ hatte einen ganz anderen Grund. Gjasula musste zur Dopingkontrolle und da er das Örtchen bereits in der Halbzeit aufgesucht hatte, „konnte“ er ganz einfach nicht.

Doch der albanische Nationalspieler in Diensten des SC Paderborn lächelte dieses Problem einfach weg. Das Glück überwog, nachdem er seinem Team in der Schlussphase das Remis gerettet hatte. „Das fühlt sich dann doch noch mal ganz anders an“, gab er zu. Was er meinte: Sein erstes Saisontor zum 2:3-Endstand gegen RB Leipzig hatte für nichts Zählbares gereicht, dazu kamen die äußeren Umstände „auf Schalke“: „Ich habe das erste Mal in diesem Stadion gespielt und es war überragend. Dass ich dann noch ein Tor mache und wir mit einem Punkt nach Hause fahren, macht mich glücklich. Das hat gepasst.“

Erstmals nicht in der Startelf

Dabei waren die Voraussetzungen für Gjasula alles andere als optimal. Zum ersten Mal in dieser Saison (seine zwei Gelb-Sperren ausgenommen) stand der Mann mit dem Helm nicht in der Startelf. „Natürlich bin ich enttäuscht, wenn ich nicht spiele, aber ich hatte nach meinem grippalen Infekt erst wieder drei Tage trainiert und war nicht so fit wie vor meiner Krankheit“, zeigte er Verständnis für die Maßnahme von Trainer Steffen Baumgart. Doch dann stand der 30-Jährige schneller auf dem Rasen als gedacht. Schon nach sieben Minuten machte er sich warm, fünf Minuten später wurde er für den Rücken geplagten Abdelhamid Sabiri (Hexenschuss) eingewechselt.

Schließlich wurde er zum entscheidenden Mann, gewann nach der zehnten Ecke von Kai Pröger den Luftkampf gegen Timo Becker und Schalke-Keeper Alexander Nübel war geschlagen. „Ich bin zum ersten Pfosten gegangen, weil ich dachte, dass Kai nicht mehr genug Power hat. Danach habe ich mich in die Mitte abgesetzt und es hat geklappt“, schilderte er die Szene vor dem 1:1. Dann kam der große „Durst“.

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