Paderborns Leistung passt, die Punktebilanz noch immer nicht
Baumgart bleibt unzufrieden

Paderborn (WB). Der SC Paderborn ist in der Rückrunde tabellarisch noch keinen Schritt vorangekommen. Steffen Baumgart könnte trotzdem etwas zufriedener sein. Nach vier Spieltagen im neuen Jahr hat seine Mannschaft immerhin drei Zähler mehr gesammelt als zum gleichen Zeitpunkt der Hinrunde. Der Trainer des SC Paderborn ist aber nicht zufrieden – und begründet das so: „Weil wir wieder zu wenig Punkte für zum Teil sehr gute Leistungen haben und weil unsere Hinrunde auch nicht gut war.“

Freitag, 14.02.2020, 16:41 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 16:46 Uhr
Die Leistung seiner Spieler gefällt Steffen Baumgart, der Ertrag nicht. Der SC Paderborn punktet zu wenig. Foto: dpa
Die Leistung seiner Spieler gefällt Steffen Baumgart, der Ertrag nicht. Der SC Paderborn punktet zu wenig. Foto: dpa

Das soll sich im weiteren Verlauf der Rückrunde ändern. Mit Ausnahme des Auswärtsspiels bei Meister Bayern München trifft der SCP mit Hertha, Mainz, Köln, Düsseldorf, Hoffenheim und Augsburg ausnahmslos auf Teams, die aktuell jenseits der internationalen Plätze stehen. Das sind angesichts des Paderborner Etats zwar auch noch keine Konkurrenten auf Augenhöhe, aber zweifellos Klubs, gegen die kontinuierlich gepunktet werden sollte, wenn die Ostwestfalen bis zum letzten Spieltag eine Rolle spielen möchten.

Baumgart mag Hochrechnungen dieser Art nicht. Entsprechend fiel auch seine Reaktion aus: „Ich mache jetzt nicht den Taschenrechner auf und sage, wo wir Punkte sammeln müssen.“ Seit seinem Amtsantritt im April 2017 wehrt sich der Coach dagegen, einen Blick über den kommenden Spieltag hinaus zu wagen. Er schaut auch diesmal nur auf Samstag: „Wir spielen gegen Hertha wieder mit Vollgas und ganz viel Freude nach vorne.“

Das macht dieses Team seit Sommer, nur mit einem Unterschied: Anders als im August und September 2019 ist der Neuling nun in der Lage, Spiele zu gewinnen. Deshalb fordert Baumgart: „So, wie wir jetzt auftreten, das muss zur Normalität werden.“ Ihn ärgert nach wie vor maßlos das wenig Zählbare, nicht aber die Leistung. „Das eine hat auch mit dem anderen nichts zu tun“, sagt der 48-Jährige. Mangelnden Einsatzwillen kann man dem Aufsteiger nicht vorwerfen. Auch die Entwicklung der Spieler ist nicht zu übersehen. Baumgart nannte gestern das Beispiel Sebastian Vasiliadis. Der Deutsch-Grieche spielte 2018/19 seine erste Zweitligasaison und betrat nach dem Aufstieg auch in dieser Spielzeit Neuland.  Einen Unterschied merkte man nicht. Der 22-Jährige ist wieder ein Leistungsträger, Baumgart formulierte es, für ihn typisch, so: „Wenn ich sehe, wie er auf Schalke gespielt hat – leck mich am Arsch, das war schon was.“

Der verletzte Luca Kilian, Kai Pröger, Christopher Antwi-Adjei und auch Streli Mamba haben sich ebenso in den Fokus gespielt. Sie stehen beispielhaft dafür, dass der SCP Spieler besser macht. Dieses Konzept ist längst aufgegangen, jetzt muss die stärkere individuelle Qualität nur auch zum Mannschaftserfolg führen. Den Abstand zur angeschlagenen Hertha könnte Paderborn am Samstag auf drei Punkte verkürzen. Mithelfen wird wieder Klaus Gjasula, er kehrt in die Startelf zurück. Jamilu Collins (Schwindelgefühle) und Hamid Sabiri (Rücken) könnten ausfallen. Die beiden stiegen erst am Donnerstag ins Training ein.

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