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Sa., 15.02.2020

1:2: SC Paderborn verliert auch gegen Hertha BSC – mit Video Dritte Heimpleite in Folge

Paderborns Kai Pröger (links) kämpft um den Ball.

Paderborns Kai Pröger (links) kämpft um den Ball. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/MR). Der SC Paderborn kann 2020 daheim nicht punkten. Mit 1:2 (0:1) verloren die Ostwestfalen am Samstag ihr Heimspiel gegen Hertha BSC. Nach dem 1:4 gegen Bayer Leverkusen und dem 2:4 gegen den VfL Wolfsburg gab es gegen die Berliner Heimpleite Nummer drei in Folge. Der letzte Dreier in der Benteler-Arena liegt schon eine Weile zurück: Am 22. Dezember 2019 gab’s einen 2:1-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt.

Im Vergleich zum 1:1 auf Schalke veränderte Paderborns Trainer Steffen Baumgart nur auf einer Position: Klaus Gjasula kehrte in die Startelf zurück, der verletzte Hamid Sabiri (Rückenprobleme) war wie angekündigt gar nicht im Kader. Herthas Interimscoach Alexander Nouri stellte gleich auf vier Positionen um: Matheus Cunha, Karim Rekik, Peter Pekarik und Per Ciljan Skjelbred spielten an, Marius Wolf (Gelb-Rot-Sperre) sowie Jordan Torunarigha, Marko Grujic und Pascal Köpke (alle Bank) mussten im Vergleich zum Berliner 1:3 gegen Mainz 05 ihren Platz im Team räumen.

Sportredakteur Peter Klute zur erneuten Paderborner Heimniederlage

SCP nicht zwingend

Paderborn begann unter den Augen des ehemaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel gewohnt gut, drängte die Gäste oft in die Defensive, kam aber viel zu selten zum Abschluss. Richtig zwingend war der SCP im ersten Abschnitt nicht. Das machten die Herthaner wesentlich besser. Nach einer Flanke von Santiago Ascacibar köpfte Anga Boyata (10.) zum 1:0 ein. Erste Chance und gleich ein Tor – so nutzt man in der 1. Liga seine Möglichkeiten.

Die Berliner blieben dran und erhöhten acht Minuten später sogar auf 2:0. Glück für den SCP: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus (Langenhagen) übersah zwar das Handspiel von Passgeber Krzysztof Piatek, nach Videobeweis wurde der Treffer von Cunha aber annulliert.

Die Partie wurde in der Folgezeit zweikampfbetonter, aber auch zerfahrener. Die Pausenführung der Berliner war dennoch nicht unverdient, weil die Paderborner viel zu harmlos waren.

Ausgleich und erneuter Rückstand

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Baumgart brachte Dennis Srbeny für den harmlosen Ben Zolinski. Nur sechs Minuten später zeigte der Torjäger seine Qualität: Nach einem Einwurf marschierte der Wintereinkauf auf dem linken Flügel auf und davon, zog ab und traf ins kurze Eck. Der überraschte Rune Jarstein im Hertha-Tor sah da ganz schlecht aus, er lenkte den Ball ins eigene Netz.

Jetzt entwickelte sich ein offenes Spiel mit einigen Höhepunkten. Kai Pröger (54.), hatten auf Seiten der Hausherren gute Szenen. Piatek (58.), Cunha (62.) verzeichneten für den Hauptstadtklub die besten Möglichkeiten.

Ins Tor traf Cunha dann aber doch noch: Nach einem Fernschuss von Vladimir Darida ließ Zingerle den Ball zunächst nach vorne prallen, wehrte dann Piateks Nachschuss ab. Doch schließlich setzte der Brasilianer mit der Hacke nach (67.), der Rettungsversuch von Jamilu Collins kam zu spät: 1:2.

Nouris und Feldhoffs Negativserie endet

Der SCP brauchte einige Minuten, um den erneuten Rückstand wegzustecken, doch dann kam der Aufsteiger noch einmal zurück. Sebastian Vasiliadis (79.) nach Doppelpass mit Srbeny machte den Anfang, Pröger (82.) folgte. Doch am Ende war das zu wenig.

Für Berlins Cheftrainer Alexander Nouri sowie seinem Co-Coach Markus Feldhoff (2014 bis 2016 U19-Trainer und Assistent von René Müller beim SCP) endete damit die rabenschwarze Serie. Das Duo wartete seit 22 (!) Spielen in der 1. Liga und 2. Liga auf einen Sieg. Die Serie begann noch bei Werder Bremen, dort wurden die letzten 13 Spiele bis zur Ablösung im Oktober 2017 nicht mehr gewonnen. Noch schlimmer ging es eine Klasse tiefer weiter: Beim FC Ingolstadt waren die beiden vom 24. September bis zum 26. November 2018 insgesamt acht Spiele im Dienst und holten bei fünf Niederlagen und drei Remis ebenfalls keinen einzigen Dreier. Das 2:1 in Paderborn beendete die Sieglos-Serie.

Als nächstes bei Bayern

Für den SC Paderborn geht es bereits am kommenden Freitag weiter: Am 21. Februar trifft der SCP in der Allianz-Arena auf Meister FC Bayern München. Anstoß ist um 20.30 Uhr. Die Herthaner erwarten am nächsten Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) den 1. FC Köln.

Stimmen

Steffen Baumgart, SC Paderborn: „Wir haben gehofft, dass wir heute eine Chance haben mit einem Sieg auch die Hertha noch zusätzlich unter Druck setzen. Wir waren heute aber nicht gut genug, das Spiel zu gewinnen. Offensiv wie defensiv haben wir nicht so gearbeitet, um hier bestehen zu können. Wobei wir in jeder Halbzeit zwei, drei gute Umschaltsituationen hatten, die wir nicht konsequent zuende gespielt haben.“

Alexander Nouri, Hertha BSC: „Das war das erwartet schwere Spiel. Paderborns Tempo in der Offensive ist außergewöhnlich, aber meine Mannschaft hat den Fight angenommen. Wir mussten früher das zweite Tor nachlegen, dann wäre es etwas einfacher geworden. Den Vorwurf müssen wir uns machen. Aber Riesenkompliment an das gesamte Team. Die Mannschaft war nach den Unruhen in dieser Woche sehr fokussiert.“

Statistik

Paderborn: Zingerle – Jans (75. Dräger), Strohdiek, Schonlau, Collins – Gjasula (86. Michel) – Pröger, Vasiliadis, Antwi-Adjei – Mamba, Zolinski (46. Srbeny)

Berlin: Jarstein - Boyata, Stark (70. Torunarigha), Rekik – Pekarik, Ascacibar, Mittelstädt – Skjelbred (46. Darida), Maier – Piatek, Cunha (83. Ibisevic)

Schiedsrichterin: Steinhaus (Langenhagen)

Zuschauer: 14.687

Tore: 0:1 Boyata (10.), 1:1 Srbeny (51.), 1:2 Cunha (67.)

Gelbe Karten: Schonlau, Collins / Stark, Cunha

Kommentare

Winterneuverpflichtungen

Winterneuverpflichtungen?
Als Zuschauer kann ich nur das beurteilen was sich auf dem Platz abspielt und dort ist aus meiner
Sicht die Innenverteidignung die große Baustelle.Man spricht nicht umsonst von einem Abwehrchef.
Das heißt Stellungspiel,Kopfballspiel und eine Abwehr dirigieren.Die Unsicherheit in der Innenverteidigung
übertragt sich auf die anderen Mannschaftsteile.
.Da von der sportlichen Führung im Kader scheinbar keine Alternativen gesehen werden,hätte
man in der Winterpause reagieren müssen auch im Hinblick auf die 2.liga.Die Stürmer treffen in jedem Spiel mindestens 1mal kassieren aber auch mindestens 2 Gegentreffer (statistik)
mindestens 1mal( statistik) das bringt aber nichts wenn in jedem Spiel 2 Gegentore fallen.
Im Aufstiegsjahr wurden die vielen Gegentore von der überragenden Trefferqote der Stürmer kaschiert,
davon in der 1.liga auszugehen war nicht realistisch.

Torwartfrage stellen

In Paderborn sieht man die Schwächen der Stammtorhüter nicht .
Früher war immer Kruse gesetzt . Ich habe viele Trainingseinheiten beobachtet .Kruse hatte in der 1 .Bundesliga
den heutigen Torwarttrainer und Alex Nübel hinter sich .Nübel war da schon besser als beide zusammen .
2.Bundesliga spielte wieder Kruse vor Heuer Fernandes. Nur Stefan Effenberg sah die Klasse von Heuer Fernandes .
Dann kam Zingerle vor Michael Ratajczak . Für ihn sprach nur die Jugend . Der Bessere war Ratajczak.
Ihn ließ man nach Hannover ziehen .
Nur Zingerle hat in 2,5 Spielzeiten nichts dazu gelernt . Er spielt wie Kruse im 3 - Berich und nicht mehr .
1-2 gute Spiele reichen nicht .Im 5 Meterraum läuft er wie ein Fliegenfänger rum .


Die Mannschaft hat die Klasse um den Relegationsplatz zu erreichen .Nur mit dem Torwart und der Innenverteidigung wird das sehr schwer .

Und es ist immer noch alles drin.


Mit einem Unentschieden heute wäre der SCP auf dem Relegationsplatz gelandet.

Hat (noch) nicht ganz geklappt.

Die erste Halbzeit war nach dem Gegentor nicht gut, die zweite war wirklich gut.

Weitermachen, es ist alles möglich in den nächsten wichtigen Spielen.

Jungs, wir hören nicht auf, an Euch zu glauben.

Kai Pröger - Junge, Du hast ein wunderbares Spiel gemacht.

Jamilu Collins - Junge, Du hast ein wunderbares Spiel gemacht. Der Fehler war Pech - son Mist kann passieren.


Ich will Eure Polonäse durch die Stadt sehen!


3 Kommentare

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