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Mo., 17.02.2020

Wieder trifft ein Berliner für Paderborn gegen Hertha, aber es reicht erneut für nichts Ein Tor – kein Punkt

Dennis Srbeny im Zweikampf mit Herthas Karim Rekik. Paderborns Winter-Rückkehrer traf zum zweiten Mal.

Dennis Srbeny im Zweikampf mit Herthas Karim Rekik. Paderborns Winter-Rückkehrer traf zum zweiten Mal. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Das Szenario erinnerte stark an das Hinspiel. Im Olympiastadion hatte der gebürtige Berliner Ben Zolinski das einzige Tor für den SC Paderborn erzielt. Doch Hertha gewann mit 2:1, der SCP war zum ersten Mal in dieser Saison Tabellenletzter.

Beim Wiedersehen beider Klubs in der Benteler-Arena ist es erneut einer mit Berliner Wurzeln, der für den SCP trifft und am Ende doch mit leeren Händen dasteht. Dabei konnte es Dennis Srbeny nur wenig trösten, dass ihm das 1:1 gutgeschrieben und nicht als Eigentor von Keeper Rune Jarstein gewertet wurde. „Das ist mir egal, weil es wieder einmal nichts gebracht hat“, sagte er. Schon zum Rückrundenauftakt gegen Bayer Leverkusen durfte sich der England-Rückkehrer in die Torschützenliste eintragen, doch auch da reichte es ebenfalls nicht einmal für einen Punkt. Die Gäste vom Rhein siegten mit 4:1.

Gegen die Hauptstädter war es ein Zusammenspiel mit Jarstein, das dem zur Pause Eingewechselten sein zweites Saisontor ermöglichte. Der Norweger hatte sich die Kugel, nachdem Srbeny aus unmöglichem Winkel von der Außenlinie abgeschlossen hatte, quasi selbst reingeworfen. Beim Schützen steckte schon Absicht dahinter, wie er später erklärte: „Ich wollte den Ball irgendwie in Richtung Tor befördern, nachdem ich gesehen hatte, dass in der Mitte keiner nachgerückt war.“

Das war ein Geniestreich, am Ende aber überwog auch bei Srbeny der Frust. „Wir waren wieder nah dran, bekommen es aber einfach nicht auf die Reihe. Wir haben zu viele Fehler gemacht, da nehme ich mich nicht heraus“, räumte er selbstkritisch ein. Ein Fehlpass von Srbeny hätte beinahe schon kurz vor dem 1:2 zur Berliner Führung von Matheus Cunha geführt, doch SCP-Torwart Leopold Zingerle konnte den Patzer seines Vordermannes ausbügeln.

„Wir haben noch zwölf Spiele“

Fehlende Spielpraxis, das Niveau in der Bundesliga: Es gibt mehrere Gründe, warum der 25-Jährige noch nach seiner Form sucht und zuletzt zweimal auf der Bank saß. „Mir war schon bewusst, dass Paderborn nicht mehr in der 3., sondern in der 1. Liga spielt“, sagt er ein wenig trotzig und erklärt: „Ich habe für Norwich City Einsätze in der Premier League gehabt und genug Qualität, um der Mannschaft zu helfen. Ich werde alles tun, damit wir den Klassenerhalt schaffen. Wir haben noch zwölf Spiele und können jeden schlagen“, verspricht er.

Jeden? Zumindest die kommende Aufgabe am Freitagabend in der Münchner Allianz-Arena beim FC Bayern scheint unlösbar. Für Srbeny ist sie das nicht. „Wir fahren nicht dorthin, um die Punkte abzugeben“, sagt er und ist doppelt motiviert. Zum einen geht es mit dem SCP gegen den Abstieg, zum anderen möchte der BVB-Fan seinem Lieblingsverein Schützenhilfe im Titelkampf leisten. Warum Dortmund? „Weil mein bester Freund Maximilian Philipp mal dort gespielt hat“, klärt Srbeny auf. Philipp (inzwischen Dynamo Moskau) wuchs wie Srbeny in Berlin auf, beide kickten in der Jugend für Hertha. Deshalb tat es Srbeny besonders weh, dass sein Tor ohne Ertrag blieb.

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