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Mo., 17.02.2020

Dritte Heimspielniederlage der Paderborner in Folge Zu viele Fehler: SCP verliert gegen Hertha

Trikotprobe: Christian Strohdiek im Zweikampf mit Herthas 19 Millionen-Euro-Einkauf Matheus Cunha.

Trikotprobe: Christian Strohdiek im Zweikampf mit Herthas 19 Millionen-Euro-Einkauf Matheus Cunha. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn(WB). Schlechte Ballannahme, mangelhafte Passgenauigkeit, fehlende Ruhe im Spiel oder ein paar falsche Entscheidungen in wichtigen Momenten zu viel – es waren nur Kleinigkeiten, die den SC Paderborn am Samstag zum Verlierer machten. Beim 1:2 (0:1) gegen die Berliner Hertha waren die Gastgeber am Ende nicht die schlechtere Mannschaft, leisteten sich aber in der Summe zu viele Fehler. Auch das ist fraglos ein Indiz für Qualität, und deshalb war die dritte Heimniederlage in Folge am Ende auch verdient.

Gegen extrem tief stehende und clever agierende Gäste fand Paderborn über die gesamten 90 Minuten kaum spielerische Mittel, den Hauptstadtklub ernsthaft in Gefahr zu bringen. Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten passten. Dem letzten der Liga ist auch diesmal hoch anzurechnen, dass bis zum Schluss unermüdlich versucht wurde, das Berliner Bollwerk fußballerisch zu knacken. Das gelang fast gar nicht, auch das ist zweifellos ein Zeichen von fehlender Klasse.

„Eine Spitzenmannschaft zeichnet aus, dass sie sich auch bei wenig Raum gut durchspielt. Das schaffen wir nicht“, brachte es Kai Pröger auf den Punkt. Der Außenstürmer war wieder einer der besseren Paderborner in einer Elf, die sehr schwungvoll begann, aber nach der ersten Möglichkeit der Gäste (Dedryck Boyata/10.) direkt 0:1 zurücklag. Nach der Pause brachte der eingewechselte Dennis Srbeny (51.) den SCP noch mal zurück ins Spiel, doch am Ende war das 1:2 irgendwie symptomatisch für das Spiel des Aufsteigers an diesem Tag: Den Kunstschuss von Matheus Cunha mit der Hacke (67.) beförderte Jamilu Collins bei seinem Rettungsversuch ins eigene Netz.

SCP hatte noch Chancen auf den Ausgleich

In einem eher höhepunktarmen, teilweise zerfahrenen und sehr zweikampfbetonten Spiel hatten Sebastian Vasiliadis (79.) und Pröger (82.) noch die Chancen zum Ausgleich, richtig zwingend wurde der SCP aber nicht mehr. Damit bleibt der Club in 2020 daheim punktlos und verpasste es zum wiederholten Mal, sich vom Tabellenende zu lösen. Da auch die Konkurrenten Fortuna Düsseldorf, Werder Bremen und der 1. FC Köln nicht punkteten, bleibt Paderborn im Abstiegskampf in Schlagweite. Angesichts der Resultate hielt sich auch der Frust der Spieler in Grenzen: „Solange alle in Reichweite bleiben, haben wir die Chance, mit nur einem Sieg da unten rauszukommen. Das ist gut für den Kopf“, sagte Pröger. Sein Kapitän sah es etwas anders. „Wir haben es verpasst, mit Hertha noch eine weitere Mannschaft unten reinzuziehen. Das ist für mich genauso bitter wie das Ergebnis“, meinte Christian Strohdiek.

Steffen Baumgart ärgerte die nun schon 14. punktlose Partie, wie ihn jede Niederlage nervt. Der Trainer behält aber seinen durchweg positiven Blick auf den Kampf um den Ligaerhalt: „Wir können uns doch jetzt nicht beklagen. Wir wollten in diese Liga, stemmen uns in jedem verdammten Spiel gegen eine Niederlage und versuchen Woche für Woche, da unten rauszukommen.“ Nach einer kleinen Pause schob er noch hinterher: „Auch am Freitag in München.“ Beim Meister sind die Ostwestfalen krasser Außenseiter, aber das waren sie in Dortmund und auf Schalke auch. Die Ergebnisse sind bekannt.

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