Paderborner Benteler-Arena wird auch künftig 15.000 Fans fassen – mit Video und Fotostrecke
PSG und SCP bauen um – nicht aus

Paderborn (WB). In zwei Abschnitten baut die Paderborner Stadion Gesellschaft mbH (PSG) in enger Abstimmung mit dem SC Paderborn 07 die Erstligaspielstätte um – aber doch nicht aus. Dabei geht es um mehr Sitzplätze und einen größeren Komfort für die Stadionbesucher und VIP-Gäste.

Donnerstag, 20.02.2020, 13:01 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 20:28 Uhr
PSG-Geschäftsführer Josef Ellebracht (rechts) und SCP07-Geschäftsführer Martin Hornberger vor den Bauarbeiten auf der Westtribüne. Foto:
PSG-Geschäftsführer Josef Ellebracht (rechts) und SCP07-Geschäftsführer Martin Hornberger vor den Bauarbeiten auf der Westtribüne.

Erstmalig wird es im neuen dritten Obergeschoss fünf exklusive Logen geben. Bis zum Beginn der Saison 2020/2021 wird der erste Abschnitt fertiggestellt, bereits bis zur Winterpause 2020/2021 soll der zweite Abschnitt realisiert sein.

Neuer Oberrang mit 335 Sitzplätzen auf der Westtribüne

Bereits seit einigen Tagen laufen die Arbeiten des ersten Bauabschnitts, der die Aufstockung des Kopfbaus um eine Etage und das Einhängen eines Oberranges mit 335 Sitzplätzen auf der Westtribüne umfasst. Das neue dritte Obergeschoss wird durch einen Aufzug sowie eine Treppenanlage erschlossen und verfügt über eigene Toiletten. In diesem zusätzlichen VIP-Bereich entstehen fünf Logen mit zwölf Plätzen sowie ein sehr geräumiger und lichtdurchfluteter Bereich mit Stammtischen.

Die neue Etage bekommt einen modernen Industrie-Stil mit einer offenen Rasterdecke und in Leder gepolsterten Stühlen mit blau-schwarzer SCP-Optik. Komfort verspricht auch eine komplette Klimaanlage. Eine Luftwärmepumpe ermöglicht nachhaltiges Bauen mit geringem Energieverbrauch. Im Zuge dieser Maßnahme bekommt der Kopfbau einen Küchenaufzug und eine Küche im ersten Obergeschoss.

Wir liegen aktuell sehr gut im Zeitplan.

Josef Ellebracht

„Wir liegen aktuell sehr gut im Zeitplan. Der Rohbau wird bis zu unserem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 6. März fertiggestellt sein. Danach kann der Innenausbau während des Spielbetriebs erfolgen”, betont PSG-Geschäftsführer Josef Ellebracht. Beide Bauabschnitte sollen jeweils in nur sechs Monaten bei laufendem Spielbetrieb realisiert werden. Die Paderborner Bremer AG, die das Stadion gebaut hat, zeichnet für den Umbau verantwortlich.

Künftig gibt es 8000 Sitz- und 7000 Stehplätze

Ausbau der Benteler-Arena

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  • Foto: Oliver Schwabe
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Im zweiten Bauabschnitt erfolgt eine Umwandlung von Steh- in Sitzplätze, wobei die Gesamtzahl der Besucher gemäß der aktuellen Betriebsgenehmigung bei 15.000 verbleibt. Von einem zunächst geplanten Ausbau auf 17.900 Plätze sehen die Verantwortlichen nun ab. Auf der Nordtribüne entstehen direkt hinter dem Tor zusätzliche Sitzplätze. Der Stehplatz-Block C wird verkleinert, und es entsteht ein neuer Sitzplatz-Bereich im neuen Block D (bisher Teilblock C, D1 und D2). Auf der Osttribüne wird ein zweiter Rang ebenfalls mit Sitzplätzen entstehen. „Damit kommen wir der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Sitzplätzen in der Benteler-Arena nach. Insbesondere Familien und ältere Zuschauer wünschen sich diesen Komfort. Leider sind aktuell bei den Bundesliga-Spielen häufig noch Stehplätze verfügbar. Darauf werden wir mit dem Umbau reagieren. Zukünftig wird es in unserem Stadion 8000 Sitzplätze und 7000 Stehplätze geben, damit erfüllen wir auch die zukünftigen Anforderungen der Deutschen Fußball Liga”, stellt SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger heraus.

Kommentare

chefplaner  schrieb: 20.02.2020 21:32
bessere Sicht
Gerade, weil auf der Nord mehr Familien sind, werden sogar Sicht und Komfort verbessert: es wird nicht mehr so eng an den Zugängen und die Sicht wird besser, denn man muss in Richtung Tor nur noch über sitzende Zuschauer hinweg sehen.
chefplaner  schrieb: 20.02.2020 21:15
Sehr gute Entscheidung
Die Nachfrage zeigt, dass 15000 reichen. Das ist auch mit Blick auf Parkplätze etc. unkomplizierter.
So entsteht ein Sitzplatzbereich als "Pufferblock" zum Gästeblock.
Gleichzeitig wird die Refinanzierung einfacher, da die Sitzplätze teurer sind. Trotzdem bleibt die Nordtribüne auch für "Heim-Steher" vorhanden. Ich denke, das ist der optimale Kompromiss, denn Paderborn wird auch bei einem Klassenerhalt nicht die nächsten 10 Jahre Erstligist sein - realistisch betrachtet! Im anderen Fall wäre ein erneuter Ausbau auch dann noch möglich und finanziell kein Problem.
2 Kommentare
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