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Fr., 13.03.2020

Gegen Ex-Klub Düsseldorf aber ein Kandidat für die SCP-Startelf Ritters Reservisten-Rolle

Gegen den 1: FC Köln (rechts Ellyes Skhiri) kam Marlon Ritter zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in diesem Jahr.

Gegen den 1: FC Köln (rechts Ellyes Skhiri) kam Marlon Ritter zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in diesem Jahr. Foto: Thomas F. Starke

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Wer ersetzt die verletzten Sven Michel und Christopher Antwi-Adjei? Das ist aus sportlicher Sicht die große Frage vor dem Spiel des SC Paderborn heute Abend bei Fortuna Düsseldorf. Gerrit Holtmann und Dennis Jastrzembski auf der linken offensiven Außenbahn sowie Ben Zolinski im Angriff sind die ersten Alternativen. Sollte Baumgart vom System wieder vom 4-4-2 auf ein 4-3-3 zurückkehren, dürfte sich neben Abdelhamid Sabiri und Klaus Gjasula auch Marlon Ritter Hoffnungen machen.

Ausgerechnet Ritter, der in der Hinrunde nur zu drei Kurzeinsätzen (Hertha BSC, Bayern München und zuletzt am 5. Oktober gegen den FSV Mainz 05) gekommen und in der Winterpause ein heißer Wechselkandidat war. Unter anderem soll Drittligist Eintracht Braunschweig an den Diensten des gebürtigen Esseners interessiert gewesen sein. „Aber Marlon will nicht“, sagte Manager Martin Przondziono im Januar. Doch gegen Köln kam er knapp 20 Minuten vor dem Ende zu seinem ersten Einsatz in 2020 und fast hätte es ein Déjà-vu gegeben. Fast genau vor einem Jahr, im Spitzenspiel der 2. Liga, war Ritter gegen Köln zur Pause für den verletzten Philipp Klement eingewechselt worden und drehte das Spiel. Der SCP wandelte einen 0:2-Rückstand in ein 3:2 um, das Siegtor in der Nachspielzeit erzielte: Marlon Ritter. Es war ein großer Schritt zum späteren Aufstieg.

Aufstiegsgarant in 2. Liga

Zuvor war die Leihgabe mit zwölf Toren und sechs Assists einer der Aufstiegsgaranten in Liga zwei gewesen. Im Sommer 2018 hatte es für den damaligen Manager Markus Krösche sogar oberste Priorität, den Mann mit der Rasenallergie fest an den SCP zu binden. Das gelang sehr zur Freude von Trainer Steffen Baumgart: „Marlon hat das gewisse Etwas. das kann man nicht lernen.“

Doch nach 20 Einsätzen in Liga zwei (13-mal eingewechselt, zwei Tore) spielt er im Oberhaus trotz des Weggangs von Philipp Klement (VfB Stuttgart) kaum noch eine Rolle, war verletzt, sitzt auf der Bank oder sogar auf der Tribüne und war, wie erwähnt, schon fast weg. Jetzt das Comeback des 25-Jährigen gegen Köln. „Ich bin natürlich nicht zufrieden, aber das Einzige, was ich tun kann, ist, in jedem Training Gas zu geben und mich anzubieten. Und wenn die Chance kommt, sie zu nutzen“, sagte Ritter in der abgelaufenen Saison dem WESTFALEN-BLATT. Aktuell schweigt er und lehnt Interviews ab: „Schreibt, was ihr wollt.“ Hat da jemand Sorge, etwas Falsches zu sagen?

Körperlich im stabilen Zustand

Dafür redet sein Trainer und lobt: „Marlon hat die Rolle angenommen, das hat er in den vergangenen zwei bis drei Wochen im Training gezeigt. Er ist körperlich wieder in einem sehr guten und stabilen Zustand, auffällig und fleißig. Und mit seiner Frechheit und Genialität ist er immer ein Faktor. Er war gegen Köln sofort am 1:2 beteiligt und hatte auch danach noch gute Aktionen.“

Tatsächlich war Ritter Sekunden nach seiner Einwechslung gleich da, bediente mit seinem ersten Ballkontakt Kai Pröger, der nach innen flankte, wo Dennis Srbeny per Kopf den Anschlusstreffer markierte. Zu mehr reichte es nicht, für Ritter genügten seine 20 Minuten auf dem Platz, um sich für die Startelf empfehlen. „Wer eingewechselt werden kann, ist auch ein Kandidat für den Anfang. Ob am Wochenende, werden wir sehen. Das ist auch eine Frage der Kraft“, sagt Baumgart.

Zum letzten Mal in einem Pflichtspiel beim Anpfiff auf dem Rasen stand Ritter vor mehr als einem Jahr: am 9. März 2019 beim 1:2 in Aue. Sollte es am Freitag klappen, wäre das für ihn etwas ganz Besonderes, denn seine letzte Station vor Paderborn (seit August 2017) war Fortuna Düsseldorf. Und vielleicht redet er ja danach.

So könnten sie spielen

Düsseldorf: Kastenmeier - Ayhan, Hoffmann, Suttner - Zimmermann, Morales, Thommy - Stöger, Berisha - Hennings - Karaman

Paderborn: Zingerle - Jans, Strohdiek, Schonlau, Collins - Gjasula - Ritter, Vasiliadis - Pröger, Holtmann - Srbeny

Schiedsrichter: Hartmann (Wangen)

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