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Sa., 16.05.2020

Keine Zuschauer und keine Tore beim Paderborner Geisterspiel in Düsseldorf SCP im Glück: Fortuna trifft dreimal Aluminium

Trainer Steffen Baumgart.

Trainer Steffen Baumgart. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Düsseldorf (WB). Der SC Paderborn hat zum Re-Start in der Bundesliga einen Punkt geholt. Am Ende des Geisterspiels bei Fortuna Düsseldorf hieß es nach schwachen 90 Minuten torlos 0:0. Keine Zuschauer, keine Tore.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart entschied sich im Kellerduell 16. gegen 18. für ein 4-3-3 und dabei kamen drei Personalien durchaus überraschend. Uwe Hünemeier spielte (zuletzt im September) anstelle von Kapitän Christian Strohdiek neben Sebastian Schonlau in der Innenverteidigung, links offensiv feierte Winter-Neuzugang Dennis Jastrzembski nach bislang drei Einwechslungen sein Startelfdebüt und hinten rechts durfte Mohamed Dräger zum ersten Mal seit November wieder beginnen, Laurent Jans musste auf die Bank. Baumgarts Gegenüber Uwe Rösler verzichtete zunächst auf seinen besten Torschützen Rouwen Hennings.

Eine gute Nachricht für die Trainer gab es schon vor dem Anpfiff, denn die DFL hatte die Maskenpflicht für die Trainer am Samstagmorgen aufgehoben.

Auf dem Feld wirkten vor allem die Paderborner nervös und taten sich gerade nach vorne äußerst schwer. Ob es an der Geisterspiel-Atmosphäre lag? Fortuna war auf jeden Fall von Beginn an die bessere Mannschaft und hatte die größeren Torchancen. In der 14. Minute klärte Hünemeier nach einem Schuss von Matthias Zimmermann in höchster Not. Nur 180 Sekunden später musste der Pfosten für den geschlagenen SCP-Torwart Leopold Zingerle retten, nachdem Schonlau einen Schuss von Berisha gefährlich abgefälscht hatte. In der 32. Minute war es dann Düsseldorfs Kapitän Kaan Ayhan, der einen Freistoß von Markus Suttner per Kopf nur ganz knapp neben das Gehäuse setzte.

Und der SCP? Der kam nach 37 Minuten zum ersten Abschluss. Nach einem Foul an Dennis Srbeny trat Kai Pröger einen Freistoß, doch Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier war auf dem Posten. So ging es torlos in die Pause, aus Sicht der Gäste recht glücklich.

In der Pause tauschte Paderborn, Marlon Ritter kam an alter Wirkungsstätte zum Einsatz. Klaus Gjasula ging runter, hatte erstens eins auf die Nase bekommen und war zweitens mit einer Gelben Karte (seiner 13. in der laufenden Saison) belastet.

Am Geschehen auf dem Rasen änderte das nicht viel. Düsseldorf blieb am Drücker und hatte in der 67. Minute die Riesengelegenheit zum 1:0. Valon Berisha traf per Kopf die Latte, es war der zweite Aluminiumkracher der Düsseldorfer an diesem Nachmittag. Fortuna im Pech. Und so ging es weiter. Nach einem kapitalen Ballverlust von Dräger schoss auch der gerade eingwechselte Steven Skrzybski an den Pfosten. Wieder war es, wie bei Berisha in Durchgang eins, der linke. In der 87. Minute dann fast der Sieg für die Ostwestfalen, doch Christopher Antwi-Adjei jagte den Ball nach Vorarbeit des eingewechselten Gerrit Holtmann über den Kasten von Kastenmeier. Das war’s.

SCP-Trainer Steffen Baumgart: “Beide Mannschaften haben sich nach der langen Pause und unter den neuen Umständen schwer getan. Wir hatten erst Glück, dann hätten wir das Tor machen können, haben wir aber nicht. Für mich geht das 0:0 in Ordnung. Es war kein Leckerbissen, wir müssen uns weiter steigern und die Situation annehmen, dass es keine Emotionen von den Rängen gibt.”

SCP-Kapitän Uwe Hünemeier: “Wir haben die Situation bestmöglich angenommen, es hat uns nicht belastet, für mich hat es beim Verhalten auf dem Feld keinen Unterschied gemacht. Es war nicht das schönste Fußballspiel, aber wir nehmen den Punkt mit. Düsseldorf hatte die besseren Chancen, aber wir hätten am Ende den Lucky Punch setzen können. Wir müssen mit dem Punkt leben, aber ein Sieg hätte uns deutlich weitergebracht.”

 

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Ayhan, Hoffmann, Gießelmann - M. Zimmermann, Sobottka (68. Morales), Suttner (60 Hennings) - Berisha (68. Bodzek), Stöger - Karaman (78. Skrzybski), Thommy

SC Paderborn: Zingerle - Dräger, Hünemeier, Schonlau, Collins - Gjasula (46. Ritter), Antwi-Adjei (88. Evans), Vasiliadis – Pröger (73. Sabiri), Srbeny (73. Zolinski), Jastrzembski (63. Holtmann)

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karte: Ayhan, Karaman /Gjasula, Hünemeier

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