SC Paderborn verliert bei Union Berlin mit 0:1 und steigt ab
Das war’s

Berlin (WB). Nach nur einem Jahr ist das Kapitel Fußball-Bundesliga für den SC Paderborn schon wieder geschlossen. Die 0:1 (0:1)-Niederlage bei Union Berlin bedeutet für das Schlusslicht zwei Spieltage vor Saisonende das endgültige Aus. Der Mitaufsteiger aus der Hauptstadt machte dagegen mit dem elften Saisonsieg den Ligaerhalt endgültig perfekt.

Dienstag, 16.06.2020, 22:49 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 10:54 Uhr
Kein Durchkommen: Berlins Christopher Trimmel stoppt Paderborns Gerrit Holtmann. Foto: dpa
Kein Durchkommen: Berlins Christopher Trimmel stoppt Paderborns Gerrit Holtmann. Foto: dpa

Auf die 1:5-Klatsche gegen Werder Bremen reagierte Paderborns Trainer Steffen Baumgart mit fünf personellen Änderungen und stellte erstmals auch taktisch seine Abwehr um: Dennis Srbney, Jan-Luca Rumpf, Antony Evans und Laurent Jans mussten auf die Bank, Sven Michel (5. Gelbe Karte) setzte aus. Dafür kamen Uwe Hünemeier, Gerrit Holtmann, Marlon Ritter, Streli Mamba und Ben Zolinski neu ins Team.

Erstmals versuchte es Baumgart nur mit einer Dreierkette (Collins, Hünemeier, Strohdiek) vor Schlussmann Leopold Zingerle. Den Schachzug musste Baumgart aber bereits nach 14 Minuten wieder verändern: Kapitän Christian Strohdiek (Muskelverletzung im Oberschenkel) konnte nicht weitermachen, für ihn kam Mohamed Dräger. Der rückte auf die rechte Seite, Klaus Gjasula agierte fortan im Abwehrzentrum.

Eigentor des SCP

„Es kommt auch viel darauf an, wie viel Lust der SC Paderborn noch hat“, sagte Unions Trainer Urs Fischer noch vor dem Anpfiff. Der Wille war diesmal da, die Anfangsphase gehörte dennoch ganz klar den Berlinern. 54 Prozent Ballbesitz und 7:0-Torschüsse waren nach einer halben Stunde deutliche Zahlen. Sebastian Andersson (2.), Grischa Prömel (9.), Ken Reichel (13.) und Marius Bülter (24.) hatten die ersten Möglichkeiten, das erste und einzige Tor für die Berliner machte aber ein Paderborner: Nach einem Freistoß von Christopher Trimmel stiegen Keven Schlotterbeck und Ben Zolinski hoch, aber nur der gebürtige Berliner im Trikot des SCP kam an den Ball und lenkte den in die eigenen Maschen. Erst ein verletzter Spielführer, dann noch ein Eigentor – schlechter konnten die Gäste nicht starten.

Das erste Paderborner Lebenszeichen in der Offensive sendete Dräger auch erst in Minute 38. Auf dem rechten Flügel lief er Linksverteidiger Reichel auf und davon, traf aber nur das Außennetz.

SCP in zweiter Hälfte stärker

Im zweiten Abschnitt machte es der SC Paderborn sehr viel besser, hatte viel mehr Spielanteile (53 Prozent Ballbesitz), entwickelte aber zunächst noch keine Torgefahr. Das änderte sich aber zumindest mal in Minute 58: Nach einem Zuspiel von Ritter war es Zolinski der sofort abzog, aber Christopher Trimmel konnte sich im letzten Moment in die Schussbahn werfen.

Eine Schrecksekunde gab es in der 62. Minute: Nach einer Flanke von Zolinski krachten Dräger und Union-Keeper Gikiewicz zusammen, nach einer dreiminütigen Behandlungspause konnten aber beide weitermachen.

Die endgültige Entscheidung hatte auf der anderen Seite Robert Andrich (72.) auf den Fuß, der traf aber nur den Pfosten, den Nachschuss setzte Sebastian Andersson an das Außennetz. Hier hatte Paderborn auch einmal Glück.

Mehr Wille und Teamgeist

In der Schlussphase warf Paderborn noch einmal alles nach vorne, Dräger (79.) war einmal gut dran. Doch so wirklich zwingend war das alles nicht mehr. Im Vergleich zum 1:5 gegen Werder zeigte der SCP wieder mehr Wille und Teamgeist. Auch spielerisch war die Vorstellung zumindest in den zweiten Hälfte ansprechend. Am Ende reichte es aber nicht. Dafür war die Elf um Trainer Baumgart im Abschluss einmal mehr nicht gut genug.

Am Samstag, im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, fehlt der nächste Paderborner: Sebastian Vasiliadis sah die zehnte Gelbe Karte und ist damit zum zweiten Mal in dieser Saison gesperrt. Das war übrigens die 77. (!) Verwarnung für den SCP.

Union: Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, Schlotterbeck, Reichel - Andrich (88. Schmiedebach), Prömel - Gentner (77. Kroos) - Ingvartsen, Andersson (88. Ujah), Bülter (61. Mees)

Paderborn: Zingerle - Collins, Strohdiek (14. Dräger), Hünemeier - Vasiliadis, Gjasula - Ritter, Zolinski (76. Evans) - Antwi-Adjei, Mamba (67. Srbeny), Holtmann (76. Pröger)

Schiedsrichter: Steinhaus (Langenhagen)

Tor: 1:0 Zolinski (Eigentor/27.) Gelbe Karten: Prömel (2) / Vasiliadis (10)

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