Von fünf SCP-Kandidaten sind zwei verletzt, zwei angeschlagen und einer ist gesperrt
Baumgart ohne Innenverteidiger

Paderborn (WB). Verletzungen und Sperren gehören im Fußball dazu, doch ein vernünftig zusammengestellter Kader bietet für einen Trainer immer wieder Alternativen und Lösungen. Doch wenn mehrere Spieler auf einer Position ausfallen, gibt es Probleme. So wie bei Bundesliga-Absteiger SC Paderborn vor dem Saisonfinale am kommenden Samstag bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr, Sky). Dem Tabellenletzten gehen die Innenverteidiger aus.

Mittwoch, 24.06.2020, 05:21 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 05:30 Uhr
Es gibt viel zu besprechen. Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat personelle Sorgen und plant die neue Saison. Foto: dpa
Es gibt viel zu besprechen. Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat personelle Sorgen und plant die neue Saison. Foto: dpa

Sebastian Schonlau (Achillessehne) und Christian Strohdiek (Muskelverletzung im Oberschenkel) sind verletzt, Luca Kilian ist nach fünfmonatiger Verletzungspause gerade erst seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining, Uwe Hünemeier sah am vergangenen Samstag bei der 1:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach die Gelb-Rote-Karte und ist gesperrt, und zu allem Überfluss meldete sich Jan-Luca Rumpf zu Wochenbeginn noch krank.

„Von den fünf Innenverteidigern habe ich keinen einzigen mehr. Egal, wer aufläuft, keiner wird bei 100 Prozent sein. Bei Bascho und Tucker (Schonlau und Strohdiek, Anm. d. Redaktion) gibt es Hoffnung, aber es ist das letzte Spiel und wir müssen uns fragen: Wie weit sollen wir gehen? Und Luca hat gegen Gladbach nur 15 Minuten gespielt, weil wir ihn reinwerfen mussten. Das war nicht geplant“, sagt Steffen Baumgart.

Bei weiteren Ausfällen muss Baumgart telefonieren

Vom Laktattest am Dienstag wünscht sich der Trainer weitere Erkenntnisse, welche Belastung der Einzelne aushält. Immerhin hat Aushilfskraft Klaus Gjasula, der gegen Gladbach und zuvor bei Union Berlin aus dem defensiven Mittelfeld in die zentrale Position der Dreierkette gerutscht war, seine Knieprobleme im Griff. „Bei Klaus ist alles gut, aber es reicht auch. Wenn er auch ausfallen würde, müsste ich mal in Frankfurt anrufen, ob sie uns für das Spiel ein oder zwei Innenverteidiger abstellen“, scherzt Baumgart.

Trotz der nach eigenen Worten „riesigen Enttäuschung“ über die Saison hat der Coach den Humor nicht verloren. Sein Engagement ist unverändert groß, das ist deutlich zu spüren, wenn er über die Planungen für die neue Saison spricht.

Die angekündigte große Analyse der in Frankfurt zu Ende gehenden Spielzeit mit dem neuen Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth sei nicht an ein Datum gebunden: „Das passiert nicht an einem Tag. Wir sind ständig im Austausch, haben hier und da unterschiedliche Meinungen und können nicht sagen: Jetzt sind wir fertig.“

Von welchem Spieler möchte sich der Verein trennen? Welcher Spieler möchte gehen? Diese Fragen gehören zu den zentralen Themen. Verbindliches gibt es aktuell nicht, wie Wohlgemuth auf Anfrage dieser Zeitung erklärte: „Es gibt Ansätze, aber wir haben auch noch ein Spiel. Ziel ist, dass wir wettbewerbsfähig in die neue Zweitliga-Saison gehen.“

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