Paderborns Trainer freut sich dennoch aufs vorerst letzte Bundesligaspiel in Frankfurt
„Ich bin froh, wenn es vorbei ist“

Paderborn (WB). Vor fünf Jahren ging es für den SC Paderborn am letzten Spieltag gegen den mitgefährdeten VfB Stuttgart noch um alles. Die Schwaben siegten in der Benteler-Arena mit 2:1 und feierten den Klassenerhalt, der SCP stieg ab.

Freitag, 26.06.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 05:01 Uhr
SCP-Trainer Steffen Baumgart will sich von der langen Saison an der Ostsee erholen. Foto: Thomas F. Starke
SCP-Trainer Steffen Baumgart will sich von der langen Saison an der Ostsee erholen. Foto: Thomas F. Starke

Auch das zweite Bundesliga-Abenteuer der Ostwestfalen währt nur ein Jahr. Diesmal steht der Abstieg vor den finalen 90 Minuten bereits fest und der SCP spielt nur noch für sich selbst. Tabellarisch geht es für Paderborn um nichts mehr, aber vor dem Auftritt in der Commerzbank-Arena (Samstag, 15.30 Uhr, Sky) bleibt ein Ziel: Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart möchte die elend lange Negativserie von 14 Partien ohne Sieg endlich beenden. Das würde ein versöhnliches Gefühl für den Urlaub geben und wäre ein gutes Signal für die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison. „Wir wollen einen guten Abschluss. Für viele von uns und auch für mich ist es wahrscheinlich für lange Zeit das letzte Bundesligaspiel. Darauf freue ich mich. Aber dann bin ich auch froh, wenn es vorbei ist. Es war ein interessantes und intensives Jahr, auch aufgrund der Corona-Krise. Leider haben wir es sportlich nicht so hinbekommen, wie wir es uns gewünscht haben“, sagt Baumgart. Der SCP-Coach wird am Sonntag zu seiner Familie nach Berlin reisen, danach seine Eltern in Rostock besuchen und einige Tage an der Ostsee (Darß) bei seinen Schwiegereltern verbringen. Doch davor steht die Dienstreise nach Hessen zur Eintracht, die die Europa League verpasst hat: „Frankfurt ist ein geiler Verein. Wir wollen noch mal alles raushauen und versuchen, uns viele Torchancen zu erarbeiten.“

Ohne Innenverteidiger nach Frankfurt

Der personelle Missstand in der Innenverteidigung hatte sich auch bis Donnerstag nicht gelegt. Uwe Hünemeier fehlt nach seiner Gelb-Roten Karte bei der 1:3-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach, auch die verletzten Sebastian Schonlau (Achillessehne) und Kapitän Christian Strohdiek (Oberschenkel) fallen definitiv aus, nachdem Letztgenannter beim Training am Dienstag einen Rückschlag erlitten hat.

Darüber hinaus gibt es einige Fragezeichen. Luca Kilian hat nach fünfmonatiger Pause mit der Belastung zu kämpfen, Klaus Gjasula plagen seit Wochen Knieprobleme und Jan-Luca Rumpf ist nach einem grippalen Infekt erst seit einem Tag im Training. Baumgart steht kein gelernter Innenverteidiger mehr zur Verfügung und macht sich natürlich Gedanken, wie er die Probleme löst. Eine Innenverteidigung mit Jamilu Collins und Samuel Fridjonsson sei ebenso denkbar wie eine Dreierkette mit Collins, Fridjonsson und Laurent Jans. „Wir können das nicht mehr groß einstudieren, sondern müssen die Jungs reinwerfen“, sagt er. Auch vorne drückt der Schuh, der Einsatz von Streli Mamba (Rücken) wackelt.

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