Absteiger SC Paderborn verkürzt in Frankfurt nach einem 0:3 auf 2:3
Noch einmal Moral gezeigt

Frankfurt (WB). Auch Paderborns vorerst letzte Reise in der Fußball-Bundesliga endete mit einer Niederlage: Der Absteiger aus Ostwestfalen verliert bei Eintracht Frankfurt. Bei einem 0:3-Rückstand, bewiesen die Paderborner jedoch Moral, sodass am Ende ein Ergebnis von 2:3 stand.

Samstag, 27.06.2020, 17:57 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 18:32 Uhr
Paderborns Marlon Ritter schlägt den Ball vor Frankfurts Sebastian Rode weg. Foto: dpa
Paderborns Marlon Ritter schlägt den Ball vor Frankfurts Sebastian Rode weg. Foto: dpa

Die Tore für die Hessen zur 3:0-Führung schossen Sebastian Rode (9.), André Silva (33.) und Bas Dost (52.). Für die Gäste verkürzten noch Mohamed Dräger (55.) und Sven Michel (75.). Zu mehr reichte es aber wieder nicht, der SCP schloss die Serie mit 15 sieglosen Spielen in Folge ab.

Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach stellte Paderborns Trainer Steffen Baumgart auf drei Positionen um: Für Uwe Hünemeier (Gelb-Rot-Sperre), Klaus Gjasula (wegen Knieprobleme nicht im Kader) sowie Antony Evans (Bank) begannen Sebastian Vasiliadis (Gelbsperre beendet), Laurent Jans und Luca Kilian, der nach viermonatiger Verletzungspause erstmals in der Startelf stand.

Adi Hütter nahm im Vergleich zum 1:1 der Eintracht gegen den 1. FC Köln fünf Änderungen vor: Kevin Trapp, David Abraham, Dominik Kohr, Daichi Kamada und Danny da Costa begannen für Frederik Rönnow, Stefan Ilsanker, Timothy Chandler, Djibril Sow und Lucas Torro.

Baumgart mit Zuversicht

34. Spieltag: Eintracht Frankfurt - SC Paderborn 3:2

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Baumgart wirkte vor dem Anpfiff noch recht zuversichtlich – trotz der personellen Probleme: „Heute fehlen uns wichtige Säulen. Aber wir wollen mutig nach vorne spielen - und uns gerne mit einem kleinen Lächeln verabschieden.“ Sein Gegenüber Hütter sparte vor dem Anpfiff nicht mit Komplimenten: „Der SC Paderborn war eine Bereicherung der Bundesliga, auch wenn der Club nur vier Spiele gewonnen hat. Davon aber eins gegen uns, das nagt noch.“

Die Führung der Hessen fiel bereits in Minute 9. Im SCP-Strafraum rauschten bei einem Abwehrversuch zunächst Hamid Sabiri und Laurent Jans mit den Köpfen zusammen, der Ball landete genau vor Sebastian Rode, der zog ab und traf.

Mit zunehmender Spielzeit kam der SCP mehr Zugriff, bekam mehr Freiräume, doch auch das nächste Tor machte die Eintracht. Und das verdiente sogar das Prädikat „Extraklasse“: Danny da Costa und Daichi Kamada kombinierten sich in Minute 33 schön in den Paderborner Strafraum, am Ende bediente da Costa den mitgelaufenen André Silva mustergültig und der Portugiese brauchte den Ball aus drei Metern nur noch einzuschieben.

0:2 zur Halbzeit

Dieser zweite Treffer zeigte Wirkung. Frankfurt dominierte nun deutlich, Paderborn lief nur noch hinterher. Das sah fast wie ein Trainingsspielchen unter Wettkampfbedingungen aus.

Ein Hauch von Torchance verbreitete in Minute 42 wenigstens Sven Michel. Der schloss den besten Paderborner Konter nach Zuspiel von Marlon Ritter ab, verfehlte aber das Tor.

Im Verlauf des zweiten Abschnitts gab es die gewohnt vielen Wechsel, das änderte am Spielverlauf aber zunächst noch nichts. Nach Vorarbeit von Dominik Kohr, der Sebastian Vasiliadis umspielte, erhöhte Bas Dost (52.) auf 3:0.

Für einen kleinen Lichtblick sorgte drei Minuten später „Mo“ Dräger, der in seinem wohl letzten Spiel für den SCP sein erstes Saisontor erzielte und auf 1:3 verkürzte: Nach einem Schuss von Sven Michel, den Kevin Trapp zunächst abwehrte, legte Marlon Ritter den Ball quer und der tunesische Nationalspieler schob zur Ergebniskosmetik ein.

In der Folgezeit spielten beide Teams das Bundesligafinale zunächst nur noch im Mallorca-Modus herunter. Doch der Absteiger setzte noch einen Klasse-Konter, unterstrich damit einmal mehr seine überragende Moral und verkürzte sogar noch auf 2:3: Ein Zolinski-Zuspiel machte den Weg für Sven Michel (75.) frei, der steuerte allein auf Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp zu und erzielte sein fünftes Saisontor.

Die gute Einstellung des Schlusslichts wurde aber nicht mehr mit einem Punkt belohnt.

Für den Schiri war das letzte Spiel der Saison übrigens eine kleine Premiere: Benjamin Brand (30) aus Unterspiesheim pfiff seine erste Bundesliga-Partie in dieser Saison.

Die Statistik

Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Ndicka - Da Costa, Kohr (78. Guzman), Kamada, Rode, Kostic – Silva (66. Sow), Dost (78. Paciencia)

SC Paderborn: Zingerle - Jans, Kilian (75. Fridjonsson), Collins – Dräger (86. Holtmann), Sabiri (86. Evans), Ritter (75. Pröger), Vasiliadis, Antwi-Adjei – Srbeny (66. Zolinski), Michel

Schiedsrichter: Brand (Unterspiesheim)

Tore: 1:0 Rode (9.), 2:0 Silva (33.), 3:0 Dost (52.), 3:1 Dräger (55.), 3:2 Michel (75.)

Gelbe Karten: / Michel (7)

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