Der bisherige Paderborner wechselt zum Ligarivalen Hamburger SV
Verständnis für Gjasula

Paderborn (WB/en). Zu seinem Abschied kam der Mann, der Gelbe Karten fast so fleißig sammelt wie manch anderer Mensch Briefmarken, mit einer verbalen Verwarnung davon. „Dass Klaus seinen Weggang über die Sozialen Medien verkündet, bevor es der Verein vermeldet hat, war so natürlich nicht geplant, aber es lässt sich auch nicht mehr ändern“, sagte Fabian Wohlgemuth, Geschäftsführer Sport des SC Paderborn 07.

Donnerstag, 16.07.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 05:05 Uhr
In der Zweitliga-Saison 2018/19 spielte Klaus Gjasula (rechts) noch gegen den HSV, künftig läuft er für die Hamburger auf. Foto: dpa
In der Zweitliga-Saison 2018/19 spielte Klaus Gjasula (rechts) noch gegen den HSV, künftig läuft er für die Hamburger auf. Foto: dpa

Am Dienstag hatte Gjasula seinen etwas mehr als 7300 Insta­gram-Followern mitgeteilt, dass er den SCP nach zwei Jahren verlässt . Seit Mittwoch ist klar, wo es den 30-Jährigen hinzieht und warum er das Angebot, seinen Vertrag in Paderborn zu verlängern, nicht angenommen hat – obwohl der Verein seine Möglichkeiten dafür – so Wohlgemuth – „grenzwertig strapaziert“ habe. Neben seinem bisherigen Klub soll der albanische Nationalspieler auch Erstligist Union Berlin sowie den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 abgesagt haben, um sich auf die Offerte des Hamburger SV einzulassen und beim sechsmaligen Meister einen Zweijahresvertrag zu unterschreiben.

Baumgart wünscht viel Glück

Wie Trainer Steffen Baumgart hätte auch Wohlgemuth den Routinier gerne länger im defensiven Mittelfeld des SCP werkeln sehen, er kann das Ja zum HSV jedoch ebenfalls nachvollziehen: „Wenn man Profi ist und sich die Karriere ihrem Zenit nähert oder man ihn vielleicht erreicht hat, muss man seine wirtschaftlichen Möglichkeiten ganz genau ausloten – zumal Klaus jetzt erstmals in seiner Karriere als Nationalspieler und mit dem Verweis auf Erstligaerfahrung in Verhandlungen gehen konnte. Wir haben volles Verständnis für seine Entscheidung und wünschen ihm viel Glück.“

Wer kommt zum SC Paderborn?

Während sich Bundesliga-Gelbrekordhalter Gjasula (17 Gelbe Karten in der vergangenen Saison) aufgrund seines markanten Kopfschutzes nun Vergleiche mit dem lokalen Fanpromi „Helm-Peter“ gefallen lassen muss, läuft in Paderborn die Suche nach Ersatz. „Bis zum Trainingsstart Anfang August soll die eine oder andere Position neu besetzt sein – aber wir werden keine Schnellschüsse machen. Die Transferperiode läuft bis zum 5. Oktober und da gilt es die nötige Geduld an den Tag zu legen“, sagt Wohlgemuth.

Der mit Paderborn und Heidenheim in Verbindung gebrachte Marc Stendera (24 Jahre/Vertrag bei Hannover 96 ist ausgelaufen), ist kein Kandidat.

Auch über eine etwaige Rückholaktion von Mirnes Pepic (24), der es beim FC Hansa Rostock in den vergangenen beiden Jahren zur geschätzten Drittliga-Stammkraft gebracht hat und die Kogge in Richtung 2. Liga verlassen will, machen sich die Verantwortlichen keine Gedanken.

So bleibt abzuwarten, wann der Absteiger nach den Abschieden von Klaus Gjasula, Ben Zolinski sowie der Leihspieler Mohamed Dräger (SC Freiburg), Gerrit Holtmann (FSV Mainz) und Laurent Jans (FC Metz) den ersten Neuen präsentiert.

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