Trainer Baumgart und Manager Wohlgemuth haben Abstieg abgehakt
Paderborn schaut nach vorn

Paderborn (WB). Paderborns Abstieg aus der Bundesliga ist für Steffen Baumgart Geschichte und damit abgehakt, beim offiziellen Trainingsauftakt gab sich der 48-Jährige am Mittwoch gewohnt kämpferisch: „Ich bin wieder angriffslustig. Das zeichnet mich aus und deshalb werden Sie mich hier auch nicht gedrückt durch die Gegend laufen sehen.“

Donnerstag, 06.08.2020, 04:20 Uhr aktualisiert: 06.08.2020, 08:07 Uhr
Trainingsauftakt mit Chima Okoroji (Mitte) vom SC Freiburg: Der Abwehrspieler wird die linke Seite besetzen. Foto: Oliver Schwabe
Trainingsauftakt mit Chima Okoroji (Mitte) vom SC Freiburg: Der Abwehrspieler wird die linke Seite besetzen. Foto: Oliver Schwabe

Baumgart brennt. Der verfehlte Klassenerhalt als Liga-Letzter war für ihn am Ende zwar viel zu deutlich, unterm Strich blieb aber fast nur Positives hängen. „Corona hat viel kaputt gemacht. Trotzdem geht mir das Jammern vieler Klubs zu weit. Uns fehlte rückblickend zwar die Qualität, insgesamt haben wir die Saison aber mit einem Plus beendet, sind schuldenfrei und dürfen mit Stolz sagen, dass wir Werte geschaffen haben“, sprach der Coach von einer „geilen Saison“ und vergaß dabei auch seine Anfänge nicht: „Als ich hier vor drei Jahren angefangen habe, war der Verein fast insolvent.“

Rasante Talfahrt

Damals kam der SCP auch aus der 1. Liga, legte eine rasante Talfahrt hin und wäre nach drei Abstiegen in Folge fast in der Regionalliga gelandet. Auch diesen Teil der SCP-Historie ist Baumgart hinlänglich bekannt, genau in diese Richtung zielen auch seine Erwartungen. „Wir müssen aus der Paderborner Spirale heraus“, nannte es Baumgart. Nach zwei zweiten Plätzen in der 3. und 2. Liga soll nach Rang 18 in Liga eins nicht der nächste Abstieg stehen. Der Trainer vermied es zwar, ein konkretes Saisonziel zu nennen und sprach lieber von vielen kleinen Etappen, die zum erhofften Ergebnis führen sollen: Mehr Tore schießen, weniger Treffer kassieren, schönen Fußball spielen, Werte schaffen und eine individuelle Förderung der Spieler zählt er gleich eine ganze Palette auf, verbunden mit der Hoffnung, dass am Ende viele kleine Ziele zum Endpunkt führen.

Offizieller Trainingsauftakt des SC Paderborn nach der Sommerpause

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Übrigens völlig unabhängig davon, wie der Kader am Ende aussieht. „Wir werden keinen Fußball-Weltmeister holen und das Ziel Aufstieg ausgeben. Wir werden aber auch nicht nur so gerade die Liga halten, wenn der nicht kommt.“ Das hörte sich dennoch alles sehr vage an, etwas konkreter wurde Paderborns Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth: „Die 2. Liga gehört beim SC Paderborn zur Geschäftsgrundlage. Am Ende sehe ich uns von Top 25 bis 30.“ Das heißt in konkreten Zahlen: Rang 7 bis 12 nach 34 Spieltagen.

Richten soll es das aktuell 27 Spieler umfassende Aufgebot. Das wird sich zwar noch stark verändern, Wohlgemuth ist aber ebenso fest davon überzeugt, dass die Absteiger vom Juni den Neuanfang eine Klasse tiefer packen werden: „Das verfehlte Klassenziel hängt einigen noch in den Knochen, aber wir richten uns jetzt neu aus. Alle schauen nur noch nach vorne, nicht mehr zurück.“

Sebastian Schonlau muss notgedrungen noch auf Vergangenes blicken. Seine Achillessehnenprobleme zum Ende der Spielzeit 19/20 nimmt der seit Dienstag 26-Jährige mit in die Vorbereitung. Der Innenverteidiger absolvierte daher nur ein individuelles Training und wird noch geschont. Allerdings nicht mehr lange. „Wenn es nach mir geht, wäre er schon auf dem Platz. Die Ärzte raten aber noch etwas zur Vorsicht“, sagte Baumgart.

Mamba noch in Stuttgart

Streli Mamba ist noch gar nicht aus seiner Wahlheimat Stuttgart zurückgekehrt. Der Stürmer ist wegen eines Magen-Darm-Infekts in ärztlicher Behandlung und wird erst kommende Woche zurückerwartet. Dann steht auch das erste Testspiel gegen den KFC Uerdingen auf dem Programm. Der Drittligist wird kurz vor der für den 14. August geplanten Abreise ins Trainingslager nach Villach (Kärnten) der erste Prüfstein auf einem Weg sein, den Wohlgemuth so beschreibt: „Wir wollen Paderborn im Profifußball etablieren.“

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