Neues Angebot aus Bielefeld für Paderborns Mittelfeldspieler? – Mamba wird in München untersucht
SCP: Vasiliadis wird nicht verkauft

Paderborn (WB). Die Aussage von Paderborns Manager war zumindest relativ deutlich: „Wir haben nicht vor, den Spieler zu verkaufen.“ So reagierte am Montag Fabian Wohlgemuth auf Meldungen, Erstliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld habe beim Angebot für Sebastian Vasiliadis nachgelegt.

Dienstag, 08.09.2020, 09:14 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 09:18 Uhr
Zweikampfstark: Paderborns zentraler Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis soll nicht verkauft werden. Foto: Jörn Hannemann
Zweikampfstark: Paderborns zentraler Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis soll nicht verkauft werden. Foto: Jörn Hannemann

Fakt ist: Der angehende griechische Nationalspieler ist seit Wochen im Visier des OWL-Nachbarn, bereits Anfang Juli hatten die Arminen dem SCP einen konkreten Vorschlag unterbreitet. Der lag nach WESTFALEN-BLATT-Informationen allerdings sehr deutlich unter einer Million Euro Ablöse. Der Marktwert des zentralen Mittelfeldspielers, dessen Vertrag am 30. Juni 2021 ausläuft, wird beim Internetportal transfermarkt.de mit 3,2 Millionen Euro beziffert.

Baumgart: „Vasi ist einer unserer Eckpfeiler“

Nun gab es einen neuen Anlauf. Nach Informationen des „Kicker“ habe der DSC „das für eigene Verhältnisse schon üppige Angebot“ für den 22-Jährigen nachgebessert. Wobei die Hoffnungen, dass der Wunschkandidat wechselt, wohl eher vage sind. Bielefelds Sportchef Samir Arabi wird in dem Blatt so zitiert: „Wir haben noch einige weitere Optionen.“

Warum die Paderborner zumindest aktuell alle Wechsel-Ampeln auf Rot stellen, dürfte klar sein: Der Verein will nach dem Abstieg das primäre Saisonziel „Klassenerhalt“ unter keinen Umständen gefährden. Das bestätigte indirekt auch Trainer Steffen Baumgart: „Vasi ist einer unserer Eckpfeiler und damit ganz wichtiger Bestandteil unseres Teams. Ihn würde ich sehr gerne behalten.“

Nach dem geplatzten Transfer von Streli Mamba für zwei Millionen Euro zum 1. FC Köln ist beim SCP allerdings die Kasse leer. Für weitere Zugänge ist aktuell kein Geld da. Die Verantwortlichen sind aber auch vorsichtig geworden. Vor fünf Jahren wurden die Paderborner bekanntlich von der 1. Liga bis fast in die Regionalliga durchgereicht. So weit ist man zwar noch lange nicht, aber selbst ein Abstieg in die 3. Liga würde den SC Paderborn mindestens zehn Millionen Euro kosten. Eine Summe, die den SCP in Existenznot bringen würde.

Streli Mamba: Untersuchung in München

Dieses Risiko möchte im Moment niemand eingehen, zumal in Corona-Zeiten für Vasiliadis realistisch gesehen wohl höchstens 1,5 Million Euro zu erzielen wären. Dennoch lässt sich auch Wohlgemuth mit seiner Aussage eine Hintertür auf. Sollte es einen Klub geben, der den Marktwert zahlen will, würde der 41-jährige Geschäftsführer Sport garantiert noch einmal neu nachdenken.

In dieser Woche wird Streli Mamba nach München fliegen und von Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt untersucht. Der ehemalige Mannschaftsarzt des Rekordmeisters gilt als Muskelspezialist und soll sich die Oberschenkelverletzung des 26-Jährigen genauer ansehen. Die Kölner sprachen nach dem Medizincheck von bis zu zehn Wochen Zwangspause und hatten den Transfer deshalb am Freitag in letzter Minute platzen lassen. Baumgart äußerte im Gespräch mit dieser Zeitung erhebliche Zweifel an der Kölner Expertise: „Wir haben hervorragende Ärzte und Physios in Paderborn. Da wäre eine schwere Verletzung niemals unentdeckt geblieben.“

Sollte Müller-Wohlfahrt zur gleichen Einschätzung kommen, könnte ein Verkauf von Mamba erneut ein Thema werden. Transferschluss ist erst am 5. Oktober.

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