SC Paderborn: Strohdiek rückt in die zweite Reihe – Baumgart warnt vor Wiedenbrück
Schonlau ist der neue Kapitän

Paderborn (WB). Dreimal in Folge hatte Paderborns Trainer Steffen Baumgart den Innenverteidiger Christian Strohdiek (32) zum Kapitän bestimmt, Donnerstag nahm er einen Wechsel vor. Strohdiek ist künftig der Stellvertreter von Sebastian Schonlau.

Donnerstag, 10.09.2020, 04:26 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 07:32 Uhr
Mit 26 Jahren übernimmt Sebastian Schonlau noch mehr Verantwortung: Der Innenverteidiger ist neuer SCP-Kapitän. Foto: dpa
Mit 26 Jahren übernimmt Sebastian Schonlau noch mehr Verantwortung: Der Innenverteidiger ist neuer SCP-Kapitän. Foto: dpa

Für den 26-Jährigen hatte sich Baumgart entschieden, der Coach freute sich aber auch über das Votum der Mannschaft. Der Kader des Zweitligisten hatte mehrheitlich ebenfalls für den gebürtigen Warburger gestimmt und für Strohdiek als Stellvertreter votiert. Dem Mannschaftsrat gehören künftig noch Leopold Zingerle, Uwe Hünemeier, Sebastian Vasiliadis und Sven Michel an. „Bascho hat eine gute Erstligasaison gespielt, wächst immer mehr in die Rolle eines Führungsspielers hinein und bringt auch die nötigen Qualitäten eines Spielführers mit. Er und Christian sind künftig meine ersten Ansprechpartner“, sagte Baumgart.

Schonlau wird damit das Team im ersten Pflichtspiel der neuen Saison anführen. Die Aufgabe heißt DFB-Pokal. Die Großen dort zu ärgern – das gelang dem SCP in den vergangenen drei Jahren (zweimal im Viertelfinale) ganz gut. Dass es umgekehrt auch mal unbequem werden kann, diese Erfahrung machte der Klub erst vor 13 Monaten. Im August 2019 quälte sich Paderborn als Erstliga-Aufsteiger zum 7:5-Sieg nach Elfmeterschießen gegen den späteren Regionalligameister SV Rödinghausen. Am Sonntag (15.30 Uhr, Heidewaldstadion) geht es wieder gegen einen Viertligisten. Diesmal wartet der SC Wiedenbrück mit dem Ex-SCPer Daniel Brinkmann als Trainer. Baumgart warnt: „Wiedenbrück steht sehr kompakt und ist zweikampfstark. Diesen Kampf müssen wir annehmen.“

Nur zwei Positionen offen

Personell lässt sich der 48-Jährige nur noch zwei Positionen offen: Wer spielt im Tor? Wer verteidigt auf der rechten Seite? Leopold Zingerle und Jannik Huth kämpfen um den Platz zwischen den Pfosten, die andere offene Stelle im SCP-Verbund ist die rechte Abwehrseite. Hier duellieren sich Neuzugang Frederic Ananou (FC Ingolstadt) und Rückkehrer Johannes Dörfler (war ausgeliehen an den FSV Zwickau). „Da ist ein sehr interessanter Zweikampf entbrannt“, sagt Baumgart.

Die übrigen neun Plätze in der Startelf sind trotz der verpatzten Abschlusstests gegen Fortuna Düsseldorf (0:1) und VfB Lübeck (2:3) vergeben: Chima Okoroji verteidigt links, Sebastian Schonlau und Marcel Correia besetzten die Innenverteidigung, Sebastian Vasiliadis sowie Max Thalhammer spielen im defensiven Mittelfeld, Christopher Antwi-Adjei und Kai Pröger bilden die Flügelzange und Dennis Srbeny sowie Sven Michel greifen als Doppelspitze an.

„Wir waren in beiden Partien über 60 bis 70 Minuten gut, aber wir belohnen uns nicht“, klang Baumgart am Donnerstag sehr viel milder als noch vor fünf Tagen. Am Sonntag hatte er noch den Großteil seines Kaders infrage gestellt, das war Donnerstag anders.

Bis zum Strafraum sieht das SCP-Spiel auch ganz ordentlich aus, doch der Coach muss ebenso zugeben: „Wir sind weit weg von klaren Möglichkeiten, weil wir viel zu oft am Sechzehner hängen bleiben. Wir müssen die Chancen, die wir gut vorbereiten, auch Richtung Tor bekommen.“

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