Arminias Geschäftsführer Rejek und SCP-Geschäftsführer Hornberger zur teilweisen Fan-Rückkehr
„20 Prozent sind ein Anfang“

Bielefeld (WB). Nach wochenlangen Diskussionen hat die Politik am Dienstag grünes Licht für eine teilweise Rückkehr der Fußballfans in den Stadien der 1. und 2. Bundesliga gegeben. Eine Auslastung von 20 Prozent ist zunächst in einer Testphase für sechs Wochen erlaubt.

Mittwoch, 16.09.2020, 10:41 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 12:08 Uhr
Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek (rechts) und Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger. Fotos: Oliver Schwabe und Thomas F. Starke Foto:
Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek (rechts) und Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger. Fotos: Oliver Schwabe und Thomas F. Starke

Das sagt Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek:

„Wir begrüßen die Entscheidung der Politik, die Fußballstadien in Deutschland wieder für eine begrenzte Zahl an Zuschauern zu öffnen und dies einheitlich und bundesweit. Ein Volumen von 20 Prozent des Fassungsvermögens ist für uns ein Anfang, den wir organisatorisch unter Einhaltung aller geltenden Sicherheits- und Hygienemaßnahmen bewältigen können. Auf uns wartet eine Menge Arbeit, um diesen Prozess umzusetzen. Im ersten Schritt gilt es, gemeinsam mit den Verantwortlichen, insbesondere der Stadt Bielefeld, für die Heimspiele in der Schüco-Arena das von uns ausgearbeitete Konzept auf die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW abzustimmen.

Bis zu unserem ersten Heimspiel am 26. September gegen den 1. FC Köln bleibt wenig Zeit. Unsere Aufgabe ist es, ein transparentes und für alle Dauerkartenbesitzer möglichst faires Procedere zu definieren und dies zielgerecht zu kommunizieren. Denn 20 Prozent Auslastung heißt, dass wir nicht allen Dauerkartenkunden bei jedem Heimspiel den Stadionbesuch ermöglichen können. Dafür braucht es das Verständnis und die Haltung, dass dieser erste Schritt ein guter und wichtiger Anfang in eine neue Normalität ist.”

Das sagt Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger:

Die am Dienstag beschlossenen Regeln zur Fan-Rückkehr beschreibt Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger als „Riesenschritt“ und sagt: „Vor zehn Tagen wurden wir von der Deutschen Fußball-Liga noch aufgefordert, die komplette Saison ohne Zuschauer zu planen. Jetzt dürfen wir wieder Fußball vor Fans spielen. Das bietet uns als Verein eine neue Perspektive und ist ein weiterer Schritt zurück zur Normalität.“

Das Sicherheits- und Hygienekonzept des Fußball-Zweitligisten liegt dem Ordnungsamt der Stadt und dem Gesundheitsamt des Kreises vor. Das muss nun erneut intensiv besprochen und entsprechend angepasst werden. Wobei es eine Phase auf Bewährung ist: Die Chefs der Staatskanzleien verständigten sich zunächst nur auf einen sechswöchigen Testbetrieb.

Die Zuschauer-Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität. Das bedeutete für den SCP: bis zu 3000 Fans dürfen zugelassen werden. Wobei die neue Regel noch nicht zum ersten SCP-Heimspiel am 28. September angewendet werden kann. An dem Montagabend erwarten die Paderborner den Hamburger SV in der Benteler-Arena, Anstoß ist aber erst um 20.30 Uhr. Aus Lärmschutzgründen muss in Paderborn aber eigentlich jede Partie um 22 Uhr beendet sein. „Als das Spiel angesetzt wurde, sollte der Ball noch vor leeren Rängen rollen, jetzt ist alles anders. Aber wir können daran nichts mehr ändern. Das Spiel wird wie angesetzt stattfinden, nur bedauerlicherweise ohne unsere Fans“, sagt Hornberger.

Die erste Partie mit bis zu 3000 Zuschauern findet in Paderborn daher erst am Sonntag, 18. Oktober (13.30 Uhr), statt. Dann kommt Hannover 96. Wie der SCP dann die 3000 Tickets verteilt, wird das Team um Hornberger in den kommenden Tagen entscheiden.

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