Paderborns Paderborns Trainer Steffen Baumgart ändert nichts
Die erste Elf steht

Paderborn (WB). Die Vorfreude ist groß, die Anspannung wächst aber auch. Wenn am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) der SC Paderborn zum Zweitligastart bei Holstein Kiel zu Gast ist, geht es für Steffen Baumgart nicht nur um einen guten Auftakt: „Diese Partie ist gleich ein Gradmesser, was uns in der 2. Liga erwartet.”

Samstag, 19.09.2020, 03:12 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 03:20 Uhr
Die erfolgreiche Paderborner Pokalelf spielt auch in Kiel: Trainer Steffen Baumgart stellt zum Ligaauftakt nicht um. Foto: Jörn Hannemann
Die erfolgreiche Paderborner Pokalelf spielt auch in Kiel: Trainer Steffen Baumgart stellt zum Ligaauftakt nicht um. Foto: Jörn Hannemann

Paderborns Trainer hat vor jedem Gegner Respekt. Den Elften der vergangenen Spielzeit zählt er zwar (noch) nicht zu den heißen Aufstiegskandidaten, sagt aber: „Kiel hat eine starke Mannschaft, da müssen wir sehr wachsam sein. Wenn die ins Rollen kommen, bringen sie eine hohe Qualität auf den Platz. Dieses Team wird um die oberen Plätze mitspielen.”

Wobei die Gastgeber ihre Qualitäten besonders in den Offensive haben. Im Abwehrbereich fallen bei der Mannschaft, die im Vorjahr nur vier Partien ohne Gegentor beendete und auch in der Vorbereitung immer mindestens einen Treffer hinnehmen musste, mit Phil Neumann (Sperre), Stefan Thesker (Mittelhandbruch) und Jannik Dehm drei Stammkräfte aus. Baumgart wollte sich aber dazu nicht weiter äußern: „Ich schaue auf uns und beschäftige mich nicht mit den Problemen des Gegners .“ Der Blick auf das eigene Team bereitet aktuell wenig Sorgen. Als der Erstliga-Absteiger am vergangenen Sonntag gegen den SC Wiedenbrück ins Spiel fand, wurde der Viertligist buchstäblich überrollt. „Meine Jungs sind nach dem Auftritt im DFB-Pokal sehr gut drauf,“ lobte auch der Coach und legte sich fest: Im Vergleich zum 5:0-Erfolg bleibt – wie berichtet – die erste Elf unverändert.

Nur Vasiliadis ist noch fraglich

Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler Sebastian Vasiliadis (Prellung im Sprunggelenk), doch Baumgart ist da sehr optimistisch: „Vasi hat die ersten Trainingseinheiten gut überstanden. Ich gehe davon aus, dass er spielfähig ist.“

Paderborns Fußballlehrer wird aber den Kader für den ersten Spieltag etwas verändern: Der lange verletzte Jamilu Collins (Leiste) kehrt zurück und fährt mit an die Ostsee. Moritz Schulze wird nach seinem Nasenbeinbruch eine Maske tragen müssen, aber als Ersatztorhüter wieder zur Verfügung stehen. Neuzugang Julian Justvan darf sich zumindest Hoffnungen machen, am Samstag im Mannschaftsbus zu sitzen. Baumgart will aber erst kurz vor der Abreise eine endgültige Entscheidung treffen: „Julian soll weder heute noch morgen bei uns alle Berge einreißen. Aber er macht schon jetzt einen guten Eindruck.“

SCP zahlte nur 37.500 Euro pro Punkt

Die Internetplattform „Wettbasis“ hat die Transferausgaben der vergangenen Erstliga-Saison mit den erreichten Punkten verglichen. Spieler, die nach Einkauf direkt verliehen oder sogar weiterverkauft wurden, blieben unberücksichtigt.

Absteiger SC Paderborn nahm mit 37 .500 Euro pro Punkt – wen wundert es – das wenigste Geld in die Hand und ist auch diesem Ranking mit Abstand das Schlusslicht. Der SCP holte 20 Zähler und gab nur 750.000 Euro für die Neuzugänge aus.

Borussia Dortmund führt die Tabelle an. Der Vizemeister investierte 148,5 Millionen Euro in den Kader, holte 69 Punkte und bezahlte so jeden Zähler mit 2,15 Millionen Euro. Rekordmeister Bayern München gab „nur“ 143,5 Millionen Euro aus, sammelte 82 Punkte und kam so mit 1,75 Millionen Euro noch hinter Hertha BSC (2,1 Millionen Euro pro Punkt) auf den dritten Platz. Insgesamt gaben die 18 Bundesligisten nach Analyse von „Wettbasis“ 2019 knapp 890 Millionen Euro für die Neuzugänge aus.

...

Doch das Gedränge um die Plätze wird noch größer: Streli Mamba (beginnt nächste Woche mit dem Lauftraining) dürfte in absehbarer Zeit wieder zur Verfügung stehen, Torhüter Jannik Huth (Kahnbeinbruch) wurde mittlerweile operiert und hat mit der Reha begonnen.

Paderborns Auftakt in Kiel wird nach vielen Wochen mit Geisterspiel-Atmosphäre wieder etwas Stadion-Stimmung haben. Die Holsteiner erhöhen nach der Lockerung der Corona-Auflagen die Arena-Auslastung auf 3000 Zuschauer. Anhänger des SCP bekommen zwar keine Tickets, Baumgart kann sich zunächst auch mit der Teilöffnung anfreunden: „Fußball ohne Fans funktioniert nicht. Alles, was das Feuer in einem Spiel ausmacht, kommt von den Rängen. Deshalb wünsche mir möglichst bald wieder volle Tribünen mit vielen Emotionen.”

So will der SCP spielen

Zingerle - Anaou, Correia, Schonlau, Okoroji - Pröger, Vasiliadis, Thalhammer, Antwi-Adjei - Srbeny, Michel

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