SCP-Trainer kündigt gegen Hamburg personelle Veränderungen an
Baumgart baut um

Paderborn (WB). Lang ist’s her. Es war am 25. Januar dieses Jahres, als der SC Paderborn beim SC Freiburg mit 2:0 gewann und die Hoffnungen auf den Bundesliga-Klassenerhalt nährte. Doch es sollte der letzte Dreier sein, der Absteiger wartet saisonübergreifend jetzt schon seit 16 Partien auf einen Sieg. Das soll sich am Montag gegen den Hamburger SV (Anstoß 20.30 Uhr) ändern.

Samstag, 26.09.2020, 02:00 Uhr
Paderborns Neuzugang Chris Führich (hier im Test gegen den VfB Lübeck) ist ein Kandidat für die Startelf. Foto: Jörn Hannemann
Paderborns Neuzugang Chris Führich (hier im Test gegen den VfB Lübeck) ist ein Kandidat für die Startelf. Foto: Jörn Hannemann

Der letzte Erfolg in der heimischen Benteler-Arena liegt noch länger zurück, am 22. Dezember gab es ein 2:1 gegen Eintracht Frankfurt. Doch SCP-Trainer Steffen Baumgart macht sich über diese lange Negativserie ebenso keinen Kopf wie über einen weitreichenden Fehlstart, der bei den danach folgenden Aufgaben in Heidenheim und gegen Hannover durchaus droht. „Ich mache mir keine Sorgen, dass wir jetzt von einer Niederlage in die andere fallen. Das ist auch nicht unser Anspruch“, sagt Baumgart und versucht, die Situation zu relativieren: „Für mich zählen nicht die 16 Spiele ohne Sieg, für mich zählt der Auftakt dieser Saison. Wir haben im Pokal beim Regionalligisten Wiedenbrück 5:0 gewonnen und gut gespielt, auch wenn der Gegner unterklassig war. In Kiel (0:1, Anm. d. Red.) waren wir weder mit der Leistung noch mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem im Spiel nach vorne muss mehr kommen. Unsere Hauptaufgabe gegen den HSV wird sein, Torchancen herauszuarbeiten, denn nur so kannst du gewinnen. Und das wollen wir.“

Hamburg ist für mich der Topfavorit der Liga.

Steffen Baumgart

Obwohl der Gegner für Baumgart kein alltäglicher ist. „Hamburg ist für mich der Topfavorit der Liga, auch wenn sie ihr Ziel in den vergangenen zwei Jahren nicht erreicht haben. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die sich noch mal verstärkt hat. Ich nenne hier nur Klaus Gjasula und Simon Terodde.“

Auf welche Formation der Ex-Paderborner Gjasula an alter Wirkungsstätte trifft, ist noch nicht ganz klar. „Es gibt noch zwei, drei Positionen, die nicht entscheiden sind“, sagt Baumgart. So denkt er beispielsweise darüber nach, rechts offensiv Neuzugang Chris Führich den Vorzug vor Kai Pröger zu geben. Zudem sind die Einsätze von Sven Michel und Frederic Ananou fraglich. Ananou (Schlag auf den Knöchel) und Michel konnten ebenso wie Christian Strohdiek (beide erkältet) erst am Freitag wieder trainieren. „Ich denke, es bleibt noch genug, Zeit, dass alle einsatzfähig sein werden“, ist Baumgart optimistisch.

Ingelsson Kandidat für den Kader

Sollten sie ausfallen, mangelt es aber nicht an Alternativen. Als Rechtsverteidiger für Ananou steht Johannes Dörfler bereit, der ihn schon in Kiel abgelöst hatte und nach seiner Leih-Rückkehr aus Zwickau eine gute Vorbereitung absolviert hat. Im Sturm würde anstelle von Michel wohl Neuzugang Julian Justvan auflaufen. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Das bedeutet auch, dass Jamilu Collins sich hinten anstellen muss. Der Nigerianer ist zwar wieder komplett fit, aber Chima Okoriji bleibt vorerst hinten links gesetzt. Streli Mamba und Jannik Huth befinden sich im Aufbautraining. Dagegen könnte Schweden-Import Svante Ingelsson auf Anhieb im Kader stehen.

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