Der SC Paderborn 07 unterliegt auch dem Hamburger SV
0:2, 3:2, 3:4 – SCP verliert erneut

Paderborn (WB/en). Jetzt ist der SC Paderborn 07 saisonübergreifend seit 17 Ligapartien sieglos. Nach einer spektakulären ersten Hälfte, in der der SCP aus einem 0:2 ein 3:2 machte, musste sich der Erstligaabsteiger am Montagabend im Heimspiel gegen den Hamburger SV doch noch mit 3:4 geschlagen geben.

Montag, 28.09.2020, 22:23 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 23:14 Uhr
In der Klemme: Christopher Antwi-Adjei wird hier gleich von zwei Hamburgern bedrängt. Foto: Wilfried Hiegemann
In der Klemme: Christopher Antwi-Adjei wird hier gleich von zwei Hamburgern bedrängt. Foto: Wilfried Hiegemann

Trainer Steffen Baumgart hatte seine Anfangsformation im Vergleich zur Auftaktniederlage in Kiel auf drei Positionen verändert. Für die verletzten Maxi Thalhammer und Sven Michel sowie Kai Pröger standen die drei Neuzugänge Julian Justvan, Chris Führich und Svante Ingelsson in der Startelf und die frisch sortierten Gastgeber legten gut los: Nach langem Pass von Kapitän Sebastian Schonlau scheiterte Christopher Antwi-Adjei im Eins-gegen-eins am ehemaligen Paderborner Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor (2.). Keinesfalls kleiner war die Chance für Simon Terodde nur drei Minuten später. Doch auch der Toptorjäger verlor das Duell mit dem Torwart, der bei Paderborn bekanntlich Leopold Zingerle heißt.

2. Spieltag: SC Paderborn 07 - Hamburger SV 3:4

1/23
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann

Diesen sehr frühen Gelegenheiten folgte ein relativ früher erster Treffer. Die Paderborner Verteidiger verzichteten in Minute 14 einfach mal darauf, Manuel Wintzheimer angemessen unter Druck zu setzen und der war so nett, sich für den Freiraum mit einem schicken Schlenzer aus 18 Metern zum 0:1 zu bedanken. Zwei Querschläger später stand es auch schon 0:2 (24.). Weder Schonlau noch Chima Okoroji wollte der Ball im Fünfmeterraum gehorchen. Stattdessen landete er erneut auf dem Kopf von Terodde und der erzielte aus kürzester Distanz nicht irgendein Tor, sondern sein 121. in dieser Liga. Damit zog der 32-Jährige in der Ewigen Torjägerliste mit dem bis dahin allein führenden Sven Demandt gleich.

Gjasula hilft mit

Auf eine Menge HSV folgte dann aber noch mehr SCP und ganz viel Führich. Innerhalb von fünf Minuten machten die Gastgeber aus dem 0:2 ein 3:2. Erst verwandelte Dennis Srebny nach einem Foul an Chris Führich den fälligen Elfmeter (34.), dann traf die BVB-Leihgabe zweimal selbst (36., 38.). Ein Doppelpack, für den sich der 22-Jährige aber auch bei Klaus Gjasula bedanken musste. Der Neu-Hamburger und Alt-Paderborner hatte diese beiden Gegentreffer – erst per Fehlpass, dann per Ballverlust – an seiner einstigen Wirkungsstätte mit eingeleitet. So waren sich die Anzahl der Zuschauer (300) und die der Tore bereits zur Pause erstaunlich nahe gekommen.

Teroddes Rekordtor

Die zweite Halbzeit gestaltete sich zunächst etwas ruhiger, bis sich Terodde nach Wintzheimer-Zuspiel zum alleinigen Alltime-Torschützenkönig der eingleisigen 2. Bundesliga krönte (56.). Auf Paderborner Seite blieb das Interesse an dieser Rekordmarke überschaubar, vielmehr waren die Gastgeber auf die erneute Führung aus und die hatte Antwi-Adjei auf dem Fuß (65.). „Jimmy“ aber vergab und stattdessen fiel der siebte Treffer auf der anderen Seite. Nach einem Foul von Sebastian Vasiliadis an Wintzheimer entschied Guido Winkmann auf Elfmeter. Daran hatte auch im Kölner Keller keiner etwas auszusetzen und so stellte Aaron Hunt auf 3:4 (82.). Und dieses dünne Polster rettete der HSV auch über die fünfminütige Nachspielzeit.

Sabiri nicht zu Lazio

Weiter geht es für den SCP mit der nächsten anspruchsvollen Aufgabe. Am kommenden Samstag, 3. Oktober (13.30 Uhr), heißt der Gastgeber 1. FC Heidenheim. Die Chancen, dass sich bis dahin noch etwas am Paderborner Kader tut, sind relativ hoch. So steht Abdelhamid Sabiri bekanntlich vor dem Absprung. Italien lockt und das ist weiterhin der Fall, aber das inneritalienische Ziel soll sich geändert haben. Laut dem Fußball-Portal „transfermarkt.de“ haben sich der Wechsel zu Lazio Rom und das in diesem Zusammenhang angedachte Leihgeschäft mit Zweitligist US Salernitana zerschlagen. Neues direktes Ziel sei nun ein anderes ambitioniertes Team in der Serie B sein. Neben Ascoli gilt auch mal wieder der Berlusconi-Club Monza als Kandidat.

Stürmt Riis zum SCP?

Bei der Suche nach Verstärkung für den Angriff wird dem SCP von der dänischen Tageszeitung „Ekstra Bladet“ ein Interesse an Mittelstürmer Emil Riis vom Erstligisten Randers FC nachgesagt. Angeblich soll für den 22 Jahre alten und 1,90 Meter großen Angreifer aus Paderborn ein Angebot in Höhe von 650.000 Euro vorliegen. „Da können wir auch 50 andere Namen nennen. Wir beschäftigen uns mit vielen Spielern, sichten oder sind im losen Austausch“, sagte Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth dazu nur.

SCP: Zingerle - Ananou (88. Hünemeier), Correia, Schonlau, Okoroji - Vasiliadis (88. Evans) - Führich (73. Pröger), Justvan (73. Schallenberg), Ingelsson, Antwi-Adjei - Srbeny

HSV: Heuer Fernandes - Gyamerah, Ambrosius, Heyer, Leibold - Gjasula (65. Hunt), Onana (89. Jung) - Dudziak (83. Jung) - Wintzheimer (83. Jatta), Terodde (89. Hinterseer), Narey

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Gelbe Karten: Correia, Führich, Liebeck (Physiotherapeut), Hünemeier / Gyamerah, Hunt

Tore: 0:1 Wintzheimer (14.), 0:2 Terodde (24.), 1:2 Srebny (34./Foulelfmeter), 2:2 Führich (36.), 3:2 Führich (38.), 3:3 Terodde (56.), 3:4 Hunt (82./Foulelfmeter)

Kommentare

Klaus Müller  schrieb: 29.09.2020 10:49
Zu wenig Spielpraxis
Die Neuzugänge beim SCP haben zu wenig Spielpraxis, das hat man deutlich gemerkt. Correia war auch völlig von der Rolle, das hat man spätestens an seinem Pass zu Thioune gemerkt. Das war zu nervöses Spiel gegen einen qualitativ überlegenen Gegner.
1 Kommentare
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7607416?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F
Als Curko den Fehdehandschuh warf
Der 20. Oktober 2000 war der Tag, an dem Goran Curko bei Arminia die Brocken hinwarf. Der damals 32 Jahre alte Serbe hatte sich mit den Fans angelegt. Weil er beim Spiel gegen Mannheim vorzeitig den Platz verließ, durfte Dennis Eilhoff ins Tor. Foto: Hörttrich
Nachrichten-Ticker