Erster Dreier seit Januar: Paderborn gewinnt gegen Hannover 96 mit 1:0
Dörfler schießt den SCP zum Sieg

Paderborn (WB). Erst klar überlegen, dann zum Sieg gezittert: Startelfdebütant Johannes Dörfler hat den SC Paderborn 07 mit seinem Treffer zum hart erkämpften 1:0 (1:0)-Erfolg über Hannover 96 geschossen. Das ist für den Erstligaabsteiger gleichbedeutend mit dem ersten Sieg nach einer saisonübergreifend 18 Spiele langen Serie ohne Dreier. Zuletzt hatte der SCP am 25. Januar in Freiburg feiern dürfen.

Sonntag, 18.10.2020, 15:35 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 20:46 Uhr
Der Siegtreffer für den SC Paderborn 07 erzielte Startelfdebütant Johannes Dörfler. Foto: dpa/Friso Gentsch
Der Siegtreffer für den SC Paderborn 07 erzielte Startelfdebütant Johannes Dörfler. Foto: dpa/Friso Gentsch

Als Trainer Steffen Baumgart eine Stunde vor Spielbeginn zum ersten Mal den Rasen betrat, gab es kräftig Beifall von den Rängen. Die Mannschaft wurde 30 Minuten später von 2258 Zuschauern (3000 waren zugelassen) sogar mit stehendem Applaus begrüßt. Der Bonus, den der SCP bei seinen Anhängern genießt, war trotz der Sieglos-Serie noch riesig.

Vier Veränderungen in der Startelf

Im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Heidenheim veränderte Baumgart seine Elf auf vier Positionen. Wie erwartet, stellte er wieder auf Viererkette um und brachte Johannes Dörfler und Jamilu Collins als Außenverteidiger. Marcel Correia und Frederic Ananou saßen auf der Bank. Gar nicht im Kader waren die angeschlagenen Sebastian Vasiliadis (seit Freitag Rückenprobleme) und Christopher Antwi-Adjei (Fußprellung), sie wurden durch Julian Justvan und Kai Pröger ersetzt. Für die Niedersachsen stürmte der angeschlagene Ex-Paderborner Marvin Ducksch (Wade) von Beginn an.

4. Spieltag: SC Paderborn 07 - Hannover 96 1:0

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Svante Ingelsson war in einer temporeichen Anfangsphase auffälligster SCPer. In Minute zwölf zog er nach einem Zuspiel von Chris Führich den Ball aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. Eine bessere Position hatte er vier Minuten später. Diesmal war Dennis Srbeny Vorbereiter, der Schwede war schneller als Hannovers Keeper Michael Esser, doch der Ball flog knapp über die Latte.

Paderborn war zweikampfstärker, aggressiver, hatte mehr Ballbesitz und machte weiter Druck. Der wurde in Minute 26 belohnt. Zunächst prüfte Pröger Hannovers Schlussmann noch mit einem Distanzschuss, dann kam die große Gala von Dörfler: Bei seinem Startelf-Debüt „wackelte“ er erst den passiven Niklas Hult aus und anschließend schlenzte er den Ball zum verdienten 1:0 ins lange Eck. Und Hannover? Der Aufstiegskandidat enttäuschte im ersten Abschnitt. Einzig Ducksch (28.) hatte einen Abschluss mit dem Prädikat “Torgefahr”.

Srbeny hat das schnelle 2:0 auf dem Fuß

Nach der Pause machte der SCP genauso weiter. Srbeny hatte bereits nach 20 Sekunden und einem feinen Solo freie Schussbahn, verzog aber. Ebenso Julian Justvan (49.). Paderborn hatte alles im Griff, Hannover kam nicht ins Spiel. Nur das aus ostwestfälischer Sicht erlösende zweite Tor wollte nicht fallen. Deshalb blieb die einseitige Partie spannend und wurde mit zunehmender Spielzeit auch immer mehr ein offener Zweitligakampf. Erneut Ducksch (62.) hatte die beste Gelegenheit für Hannover. Die 96er kamen aber nur etwas besser in die Partie, weil sich Paderborn mehr (Abspiel-)Fehler leistete. Genki Haraguchi (79.) leitete den Schlagabtausch ein. Danach ging es hin und her. Ingelsson (80.) traf nur das Außennetz, Ron Schallenberg (85.) und Jastrzembski (87.) konnten für die Entscheidung sorgen. Sie trafen aber nicht. So musste bis zum Schluss gezittert werden.

Der SC Paderborn ist am kommenden Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr) beim SV Sandhausen zu Gast. Hannover 96 erwartet bereits am Samstag (13 Uhr) mit Fortuna Düsseldorf den nächsten Erstliga-Absteiger.

Statistik

SC Paderborn: Zingerle - Dörfler, Hünemeier, Schonlau, Collins - Justvan (63. Terrazzino), Schallenberg, Ingelsson - Führich (82. Jastrzembski), Srbeny (72. Owusu), Pröger (82. Nkaka)

Hannover 96: Esser - Schindler (55. Muroya), Falette, Hübers, Hult - Kaiser (90. Franke), Frantz (55. Bijol) - Maina (55. Sulejmani), Haraguchi - Weydandt (77. Twumasi), Ducksch

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 2258

Tore: 1:0 Dörfler (26.),

Gelbe Karten: Srbeny, Terrazzino / -

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