Ein Kommentar zur Lage des SC Paderborn 07 nach dem Sieg gegen Regensburg
Vier Wochen haben alles verändert

Paderborn (WB). Es ist noch keine vier Wochen her, da mussten sich die handelnden Personen und alle, die es mit dem SC Paderborn halten, ernsthafte Sorgen um den Verein machen. Chancenlos und als abgeschlagener Tabellenletzter aus der 1. Bundesliga abgestiegen, saisonübergreifend 18-mal nicht gewonnen.

Sonntag, 01.11.2020, 20:00 Uhr
Auch dank Uwe Hünemeiers Doppelpack gegen Regensburg: Nach weniger gutem Start geht es wieder aufwärts beim SC Paderborn 07. Foto: Wilfried Hiegemann
Auch dank Uwe Hünemeiers Doppelpack gegen Regensburg: Nach weniger gutem Start geht es wieder aufwärts beim SC Paderborn 07. Foto: Wilfried Hiegemann

Okay, der Auftakt hatte es in sich und für die langfristigen Ausfälle von Leistungsträgern wie Sven Michel und Maxi Thalhammer konnte niemand etwas. Aber es dürfte dennoch den einen oder anderen gegeben haben, der sich an die Talfahrt nach dem ersten Abschied aus Liga eins 2015 erinnert hat.

Der große Umbruch mit mehr als einem Dutzend Ab- und Zugängen hinterließ Spuren. Der geplatzte Abgang von Streli Mamba war finanziell schmerzhaft, auf der anderen Seite bekam der SCP einige Spieler, die er haben wollte, nicht.

Internen Querelen folgt die Wende

Und dann rappelte es auch noch intern. Nach der 1:5-Testspielklatsche bei Erstliga-Kellerkind FC Schalke 04 beklagte sich Trainer Steffen Baumgart öffentlich über den gescheiterten Transfer von Manuel Schmiedebach und sagte: „Wir waren uns mit dem Spieler einig. Ich hätte ihn gerne gehabt und die Sportliche Leitung auch. Aber er ist abgelehnt worden und am Geld kann es nicht gelegen haben.“ Rums. Das saß. Der Wirtschaftsrat widersprach dem vehement, Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth stellte klar, dass es allein seine Entscheidung war.

Es sieht nach einer ruhigen Saison aus

Die Stimmung war auf dem Siedepunkt, es herrschte Explosionsgefahr. Diese Querelen hätte es in Anbetracht der sportlichen Schieflage nun gar nicht gebraucht, aber merkwürdigerweise war das der Startschuss zum Guten. „Der Trainer ist sehr emotional, das ist alles nicht so schlimm“, ruderte Wohlgemuth später zurück und bescherte Baumgart mit den vereinslosen Marco Terrazzino und Marcel Heller zwei weitere Spieler. Das sah wie Wiedergutmachung aus, die neue Konkurrenz ist aber ein Faktor, dass Paderborn mit vier Spielen ohne Niederlage die Kurve bekam. Der Trainer hat die Mannschaft entwickelt, die Bilanz nach sechs Spieltagen ist ausgeglichen. Aufstiegsverdächtig ist das nicht, spricht aber für eine ruhige Saison. Das sah vor vier Wochen noch anders aus.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7658875?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F
Kurz vor dem Kontrollverlust
Mit Megafonen wiesen Ordnungsamtsmitarbeiter die Schnäppchenjäger darauf hin, dass die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten sind.
Nachrichten-Ticker