SC Paderborn besiegt St. Pauli mit 2:0 und ist seit sechs Spielen ungeschlagen
Dritter Dreier in Serie

Paderborn -

Der SC Paderborn bleibt die Mannschaft der Stunde in der 2. Fußball-Bundesliga. Das 2:0 (1:0) am Samstag gegen den FC St. Pauli war das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage und der dritte Dreier am Stück. Damit rückt der SCP vorerst auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Samstag, 21.11.2020, 14:56 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 17:08 Uhr
Christopher Antwi-Adjei im Zweikampf mit Daniel Buballa.
Christopher Antwi-Adjei im Zweikampf mit Daniel Buballa. Foto: Wilfried Hiegemann

Der SCP begann, wie von Trainer Steffen Baumgart angekündigt, mit der selben Formation, die vor der Länderspielpause 4:0 in Darmstadt gewonnen hatte. Sein Hamburger Kollege Timo Schultz stellte nach der 0:3-Heimpleite gegen den Karlsruher SC gleich auf vier Positionen um.

8. Spieltag: SC Paderborn – FC St. Pauli 2:0

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Die Gastgeber waren zu Beginn die überlegene Elf, St. Pauli stand tief und bot nur wenig Räume. Bei einem Kopfball von Maximilian Dittgen (vorbei) und auf der Gegenseite einem Schuss von Chris Führich (Pfosten) wurde auf Abseits entschieden, dann gab es Elfmeter. Nachdem Svante Ingelsson der Ball im eigenen Strafraum an die Hand gesprungen war, ließ Schiedsrichter Christian Dingert zunächst weiterspielen, zeigte dann aber nach Intervention aus Köln und Videobeweis auf den Punkt. Doch Leopold Zingerle parierte den schwachen Schuss von Rodrigo Zalazar (21.). Zuvor hatte Zalazar in dieser Saison zweimal verwandelt (gegen Nürnberg und Darmstadt).

Die Partie war inzwischen ausgeglichen, die Gäste wurden mutiger und stellten Paderborns Defensive immer wieder vor Probleme. Offensiv taten sich die Hausherren schwer, nach 36 Minuten war die Führung trotzdem zum Greifen nah. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff scheiterte Julian Justvan am Pfosten. Doch drei Minuten später war es soweit. Nach einem Foul von Zalazar an Svante Ingelsson zögerte Dingert diesmal keine Sekunde und gab Strafstoß. Dennis Srbeny fand zunächst seinen Meister in Roibin Himmelmann, erzielte aber im Nachschuss sein fünftes Saisontor. Seine ersten drei Strafstöße in dieser Spielzeit hatte Srbeny gegen den HSV, in Sandhausen und Darmstadt sicher verwandelt. Eine Minute vor der Pause verhinderte Zingerle mit einer glänzenden Parade gegen Kevin Lankford den Ausgleich. So ging es mit einem knappen Vorsprung in die zweite Hälfte.

Ron Schallenberg (links) und Svant Ingelsson (SCP, rechts) im Zweikampf mit R.Zalazar Martinez (Pauli).

Ron Schallenberg (links) und Svant Ingelsson (SCP, rechts) im Zweikampf mit R.Zalazar Martinez (Pauli). Foto: Wilfried Hiegemann

In der 54. Minute beinahe das 2:0, nach Vorarbeit Justvan und Abschluss Srbeny landete die Kugel erneut am Pfosten. Der Winkel war etwas zu spitz. Keine 120 Sekunden später war es aber geschehen. Nach Vorarbeit von Christopher Antwi-Adjei und Pass von Dennis Srbeny traf Führich zum 2:0 ins lange Eck. Saisontor Nummer vier der Leihgabe aus Dortmund. Kurz danach hatte Führich sogar das 3:0 auf dem Fuß, doch der Ball wurde zur Ecke abgefälscht. Paderborns Führung war inzwischen auch in der Höhe verdient. Auch Antwi-Adjei (68.) und Prince Owusu (90.) hätten nachlegen können, scheiterten jedoch an Himmelmann. Die größte Gelegenheit für die Kiez-Kicker vergab Simon Makienok an seinem 30. Geburtstag, als der den Ball freistehend über den Kasten drosch (73.). Der vermeintliche Anschlusstreffer durch den eingewechselten Boris Tashchy zählte nicht, weil der Schütze im Abseits stand (82.).

Hier die Stimmen zum Spiel:

Dennis Srbeny (SC Paderborn): „Der Torwart ist beim Elfmeter lange stehen geblieben und hat die Ecke geahnt. Ich bin glücklich, dass ich den Ball im zweiten Anlauf verwandeln konnte.“

Chris Führich (SC Paderborn): „Es war ein offenes Spiel, wir haben verdient gewonnen und sind darüber sehr froh. Ich fühle mich sehr wohl in Paderborn.“

Leopold Zingerle (SC Paderborn): „Beim Elfmeter habe ich mich früh für die Ecke entschieden. Es hat alles gepasst, so dass ich den Ball mit dem Fuß abwehren konnte.“

Fabian Wohlgemuth (Geschäftsführer Sport SC Paderborn): „Wir haben unseren positiven Trend heute fortsetzen können. Dabei haben wir einige Zeit gebraucht, um aus unseren größeren Spielanteilen heraus echten Druck auf das gegnerische Tor aufzubauen. Reserven bleiben in der Chancenverwertung. Unsere Dominanz, auch sichtbar an den drei Aluminiumtreffern, hat zugenommen, daher geht der Sieg absolut in Ordnung. Aber mit dem Strafstoß gegen uns hat es auch die eine oder andere kritische Situation gegeben. Die Freude über eine geschlossene Mannschaftsleistung steht im Vordergrund, der zweite Tabellenplatz ist schön, aber nach nicht einmal einem Drittel der Saison kein Referenzpunkt für uns.“

Timo Schultz (Trainer FC St. Pauli): „Glückwunsch an meinen Kollegen, drei Siege in Serie würden wir auch mal gerne feiern. In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel abgeliefert, einige Chancen herausgespielt und wenig zugelassen. Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn wir in Führung gegangen wären. Leider haben wir es nicht einmal beim Elfmeter geschafft, das Tor zu treffen. Knackpunkt war der Elfmeter für Paderborn, der uns in Rückstand gebracht hat. Mit jeder Minute, in der wir mehr aufgemacht haben, hat Paderborn das gut ausgespielt und verdient gewonnen. Da können wir uns nicht beschweren und müssen jetzt schleunigst Ergebnisse einfahren.“

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): „Natürlich ist man zufrieden mit dem Sieg, aber die erste Hälfte war schwierig. Knackpunkte waren die beiden Elfmeter, Leo hält und Dennis trifft im Nachschuss. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und bis zum Ende eng. Ärgerlich war, dass wir dreimal nur den Pfosten getroffen haben. Wir haben noch nicht die Ruhe und Abgeklärtheit, so haben wir den Gegner am Leben gehalten. Wir sind aber sehr froh über den Sieg und dass wir wieder zu Null gespielt haben. Die Jungs haben insgesamt einen sehr guten Job gemacht.“

SC Paderborn: Zingerle - Dörfler, Hünemeier, Schonlau, Collins – Justvan (70. Terrazzino), Schallenberg, Ingelsson (78. Vasiliadis) - Führich (70. Pröger), Srbeny (78. Owusu), Antwi-Adjei (88. Okoroji)

FC St. Pauli: Himmelmann - Ohlsson (77. Knoll), Avevor, Lawrence, Buballa - Lankford, Becker (77. Zander), Zalazar (62. Daschner), Dittgen (62. Aremu) - Kyereh (77. Tashchy), Makienok

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Srbeny (39.), 2:0 Führich (56.)

Gelbe Karten: Collins / Kyereh, Avevor

Besonderheiten: Zingerle hält Handelfmeter von Zalazar (21.), Himmelmann hält Handelfmeter von Srbeny (39.)

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