SC Paderborn 07 verliert nach sechs ungeschlagenen Spielen beim Karlsruher SC mit 0:1
Das Ende einer Serie

Karlsruhe -

Es war eine schöne Serie, doch die endete am Samstag beim Karlsruher SC: Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge verlor Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 beim Karlsruher SC mit 0:1 (0:1)

Samstag, 28.11.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 28.11.2020, 15:37 Uhr
Paderborn im Vorwärtsgang: Hier wird Svante Ingelsson vom KSCer Marco Thiede gestoppt.
Paderborn im Vorwärtsgang: Hier wird Svante Ingelsson vom KSCer Marco Thiede gestoppt.

 Nach einer schwachen ersten Hälfte dominierte der SCP im zweiten Abschnitt, Zählbares kam dabei aber nicht heraus.

Nach drei Siegen in Folge ließ Paderborns Trainer Steffen Baumgart seine Startaufstellung unverändert. Christian Eichner nahm in der KSC-Innenverteidigung einen Wechsel vor: Christoph Kobald verdrängte Robin Bormuth.

Der Respekt der Gastgeber war vor Spielbeginn groß. „Der SCP spielt mit extrem viel Wucht und Tempo“, sagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Paderborns Sportchef Fabian Wohlgemuth schien vor dem Anpfiff schon etwas geahnt zu haben: „Die größte Herausforderung ist es im Moment, die Spannung im Team aufrecht zu erhalten.“

Die KSCer, zuletzt zweimal in Folge siegreich, erwischten einen Blitzstart und gingen bereits in Minute sieben mit 1:0 in Führung. Allerdings tatkräftig unterstützt vom SCP. Nach einem Eckball von Marc Lorenz konnte zunächst Jamilu Collins noch zweimal auf der Linie klären (Kopfball Daniel Gordon, Schuss Philipp Hofmann), doch im dritten Anlauf war auch der nigerianische Nationalspieler im SCP-Trikot machtlos: Hofmann legte noch einmal quer für Gordon auf und der hatte dann aus vier Metern Distanz keine Mühe.

Das 0:1 zeigte Wirkung. Der SC Paderborn fand nur ganz schwer ins Spiel, verlor in der ersten halben Stunde 66 Prozent (!) der Zweikämpfe (15:4 Torschüsse) und hatte in dieser Phase Glück, dass die KSCer den Vorsprung nicht noch ausbauten: Einen Freistoß von Lorenz (12.) konnte Leopold Zingerle noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Nach einem KSC-Konter war es erneut Collins, der in Minute 23 nach einem Flachschuss von Kyoung Choi vor der Linie rettete. An den Ball wäre Zingerle nicht mehr herangekommen.

9. Spieltag: Karlsruher SC - SC Paderborn 1:0

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  • Der Karlsruher Philipp Hofmann (links) und der Paderborner Uwe Hünemeier kämpfen um den Ball.

    Foto: Uli Deck
  • Der Paderborner Trainer Steffen Baumgart (rechts) erhält von Schiedsrichter Michael Bacher die gelbe Karte.

    Foto: Uli Deck
  • Steffen Baumgart. F

    Foto: Uli Deck
  • Der Paderborns Christopher Antwi-Adjei.

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  • Karlsruhes Daniel Gordon (rechts) und der Paderborner Dennis Srbeny.

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  • Karlsruhes Philipp Hofmann (rechts) und Paderborns Uwe Hünemeie.

    Foto: Uli Deck
  • Der Karlsruher Jerome Gondorf (rechts) und der Paderborner Julian Justvan kämpfen um den Ball.

    Foto: Uli Deck
  • Der Karlsruher Trainer Christian Eichner.

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  • Die Karlsruher (von links) Kyoung-rok Choi, Marvin Wanitzek und Daniel Gordon, bejubeln den Treffer zum 1:0 durch Daniel Gordon.

    Foto: Uli Deck
  • Der Karlsruher Marco Thiede (links) und der Paderborner Svante Ingelsson kämpfen um den Ball.

    Foto: Uli Deck
  • Der Karlsruher Marco Thiede (unten) und der Paderborner Svante Ingelsson.

    Foto: Uli Deck

Allerdings gab es zuvor eine zumindest diskussionswürdige Szene: Lorenz zog Svante Ingelsson (22.) im Strafraum der Hausherren das Standbein weg, doch der Pfiff von Schiri Michael Bacher (Amerang-Kirchensur) blieb aus.

Da hatte der SCP etwas Pech, doch insgesamt war das 0:1 zur Pause blieb sehr schmeichelhaft. Gordon (41.) setzte eine Freistoß-Flanke von Marvin Wanitzek per Kopf auch noch an die Latte – hier wäre Zingerle erneut chancenlos gewesen.

In Durchgang zwei waren die Paderborner wesentlich aktiver und übernahmen das Kommando. Die Ostwestfalen ließen Ball und Gegner laufen, doch es dauerte bis zur 76. Minute, ehe der gerade eingewechselte Kai Pröger die erste Torchance hatte. Doch sein Schuss wurde von Marco Thiede noch geblockt.

Die Ostwestfalen mühten sich redlich, waren im zweiten Abschnitt klar besser, drängten auch auf den Ausgleich, so richtig zwingend waren sie aber nicht. Die Durchschlagskraft fehlte, auch wenn in der Nachspielzeit der eingewechselte Prince Owusu mit einem Volleyschuss (90.+3.) noch auf 1:1 stellen konnte. Doch auch er verzog.

Für den Ex-Paderborner Philipp Hofmann waren die 90 Minuten auch aus einem anderen Grund ein besonderes Spiel: Der 27-Jährige stand zum siebten Mal in der Startelf, sein Vertrag verlängerte sich damit um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2022.

Paderborns Trainer kommt übrigens einer Sperre immer näher: Am Samstag sah Steffen Baumgart wegen Meckerns nach einer guten Stunde bereits die dritte Verwarnung in dieser Saison.

Am kommenden Sonntag, 6. Dezember (Anstoß: 13.30 Uhr), erwartet der SCP den 1. FC Nürnberg, die Karlsruher sind bereits am Samstag (13 Uhr) beim VfL Osnabrück zu Gast.

Die Statistik

Karlsruher SC: Gersbeck - Thiede, Gordon, Kobald, Heise - Fröde - Wanitzek (88. Groiß), Gondorf - Choi (67. Goller), Hofmann, Lorenz (67. Kother)

SC Paderborn 07: Zingerle - Dörfler (64. Ananou), Hünemeier, Schonlau, Collins - Justvan (55. Terrazzino), Schallenberg (64. Vasiliadis ), Ingelsson (74. Owusu) - Führich, Srbeny, Antwi-Adjei (75. Pröger)

Schiedsrichter: Bacher (Amerang-Kirchensur)

Zuschauer: keine

Tor: 1:0 Gordon (7.)

Gelbe Karten: Gondorf (4) Groiß (1), Goller (1) / Schallenberg (3), Baumgart (3), Schonlau (1)

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