SC Paderborn verliert nach einer über lange Strecken enttäuschenden Leistung mit 1:2 bei Fortuna Düsseldorf
Zu spät aufgewacht

Düsseldorf/Paderborn -

So stark sich Zweitligist SC Paderborn aus dem alten Jahr verabschiedet hatte, so schwach fiel der Start der Ostwestfalen in 2021 aus. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart verlor das Absteigerduell bei Fortuna Düsseldorf nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung mit 1:2 (0:1).

Montag, 04.01.2021, 22:26 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 07:28 Uhr
Die 22. Minute: Fortuna Düsseldorf jubelt über das 1:0. Derweil schleicht Paderborns Chima Okoroji, der den Gegentreffer eingeleitet hatte, frustriert davon.
Die 22. Minute: Fortuna Düsseldorf jubelt über das 1:0. Derweil schleicht Paderborns Chima Okoroji, der den Gegentreffer eingeleitet hatte, frustriert davon. Foto: dpa

 Bereits am Nachmittag gab der SCP die Vertragsverlängerung mit Jesse Tugben­yo bis 2024 bekannt. Gleichzeitig wird der Abwehrspieler bis zum Saisonende an den Regionalligisten SF Lotte verliehen. Tugbenyo spielte in Paderborn in der U21, trainierte aber bei den Profis mit, wo er allerdings im Spieltagskader bisher keine Rolle spielte. Damit war er am Montag in prominenter Gesellschaft. Baumgart änderte sein Aufgebot gegenüber dem 3:2-Pokalsieg zwei Tage vor Heiligabend bei Union Berlin auf zwei Positionen. Marcel Heller und Jannik Huth rückten rein für den gesperrten Ron Schallenberg und Moritz Schulze.

Das bedeutete: Für Sebastian Vasiliadis und Jamilu Collins war ebenso wie für Streli Mamba erneut kein Platz. „Der Kader hat es zuletzt gut gemacht. Das ist ein klares Zeichen für unseren Weg. Es geht darum, wer bereit ist, alles für den Verein zugeben“, kommentierte Baumgart seine Personalauswahl. Julian Justvan ersetzte Schallenberg in der Startelf. Fortunas Coach Uwe Rösler warnte vor der Partie vor der „Paderborner Pressingfalle“ und sagte: „Das ist ein gefährlicher Gegner.“

Doch die nun in der Meisterschaft fünfmal in Folge siegreichen Fortunen erwischten den klar besseren Start. Kristoffer Peterson traf in der fünften Minute ins Netz, stand aber knapp im Abseits. Acht Minuten später legte Uwe Hünemeier unfreiwillig vor für Rouwen Hennings, der an Leopold Zingerle scheiterte. Da hatten die unsortierten und unkonzentrierten Gäste zweimal großes Glück, doch kurz danach war es soweit. Fehlpass Chima Okoroji, Flanke Kenan Karaman, Abschluss Peterson und die Hausherren führten (22.). Das hatte sich angedeutet und war komplett verdient. Nach einer halben Stunde hatte Alfredo Morales sogar das 2:0 auf dem Fuß.

Der SCP war bis dato gar nicht auf dem Platz, spielte ungenau, machte viele Fehler und hätte schon deutlich höher zurückliegen können. Dann aber fast aus dem Nichts der Ausgleich, Hünemeiers Kopfball nach einer Ecke von Justvan flog nur hauchdünn vorbei. Sekunden vor der Pause wurde es wieder auf der anderen Seite brenzlig, als Zingerle gegen Edgar Prib retten musste. Beim Seitenwechsel konnte der SCP froh sein, dass es nur 1:0 stand. „Das Spiel müsste schon entschieden sein“, ärgerte sich Düsseldorfs Sportvorstand Uwe Klein.

14. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 07 2:1

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  • Kenan Karaman erzielt das 2:0 für Düsseldorf.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Der Paderborner Julian Justvan nach dem Schlusspfiff .

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  • Der Düsseldorfer Alfredo Morales (rects) und der Paderborner Dennis Srbeny kämpfen um den Ball.

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  • Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:0, Kenan Karaman (3. von links), jubelt mit dem Vorbereiter Matthias Zimmermann (2. von links).

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  • Düsseldorfs Alfredo Morales (rechts) im Gespräch mit Paderborns Sven Michel. Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier beruhigt offensichtlich die Gemüter.

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  • Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler gestikuliert.

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  • Düsseldorfs Kevin Danso (links) und der Paderborner Julian Justvan

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  • Der Düsseldorfer Torschütze zum 1:0, Kristoffer Peterson (3. von link), jubelt mit seinen Teamkollegen.

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  • Düsseldorfs Edgar Prib (links) und Paderborns Julian Justvan.

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  • Düsseldorfs Andre Hoffmann (rechts) und der Paderborner Dennis Srbeny kämpfen um den Ball.

    Foto: Roland Weihrauch/dpa

Seine Mannschaft hatte das wohl gehört, denn nur zehn Minuten nach Wiederbeginn stand es 2:0. Karaman vollendete nach Vorarbeit von Matthias Zimmermann, die Paderborner sahen nur zu. Danach wachte der SCP auf und Chris Führich verkürzte (80.). Doch es reichte nicht mehr.

Paderborns Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth sagte: „Den Schwung aus der Pokalpartie konnten wir leider nicht ins neue Jahr hinüberretten. Wir haben uns heute gegen eine heim- und formstarke Düsseldorfer Mannschaft zu sehr hinten reindrängen lassen und selbst zu wenig eigene Torgefahr entwickelt. Uns hat heute oft die nötige Genauigkeit gefehlt, wir hatten in vielen Szenen und so letztlich auch insgesamt das Nachsehen.“

Düsseldorf: Kastenmeier - Zimmermann (86. Bodzek), Hoffmann, Danso, Krajnc - Morales, Prib (71. Sobottka) - Appelkamp (46. Pledl), Peterson (61. Leonardo) - Karaman (86. Kownacki), Hennings

Paderborn: Zingerle (2,5) - Dörfler (5), Hünemeier (4,5), Schonlau (4), Okoroji (5, 61. Antwi-Adjei) - Thalhammer (4, 86. Heller) - Justvan (4), Ingelsson (5, 61. Owusu) - Führich (3,5), Srbeny (5), Michel (5, 76. Terrazzino)

Tore: 1:0 Peterson (22.), 2:0 Zimmermann (55.), 2:1 Führich (80.)

Schiedsrichter: Aarnink (Nordhorn)

Gelbe Karten: Peterson (2), Morales (3), Leonardo (1), Bodzek (5) / Führich (2), Terrazzino (2)

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