Paderborns Julian Justvan erzielt sein erstes Tor in der 2. Bundesliga
Ohne Fans war es eine stille Premiere

Paderborn -

Erstes Tor in der 2. Liga geschossen und damit den Sieg des SC Paderborn 07 gesichert – für Julian Justvan war der 2:1-Erfolg gegen Erzgebirge Aue ein nahezu perfekter Spieltag.

Dienstag, 12.01.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 07:44 Uhr
Paderborner Torschützen in Feierlaune: Sven Michel erzielte gegen Aue das 1:0, Julian Justvan traf zum 2:1-Endstand.
Paderborner Torschützen in Feierlaune: Sven Michel erzielte gegen Aue das 1:0, Julian Justvan traf zum 2:1-Endstand. Foto: dpa

 Dem 22-Jährigen fehlten allerdings die Fans. Als er traf, blieb es – wie seit Wochen gewohnt – still. Für etwas Stimmung mitten in der Corona-Tristesse sorgten nur seine Mitspieler. „Dieser sehr spezielle Moment für mich wäre emotional normalerweise völlig anders verlaufen. Aber was ist in diesen Zeiten schon normal?“, sagt Justvan.

So ganz „normal“ verläuft auch diese Saison nicht. Mit speziellem Blick auf den SC Paderborn ist der Jungprofi damit zufrieden, dass zumindest die sportliche Richtung wieder stimmt. Der konstant inkonstante SCP punktete am 15. Spieltag zum sechsten Mal dreifach und liegt nun auf Platz 11. „Viel zu wenig. Dieser Platz entspricht überhaupt nicht unserer Qualität“, findet Justvan und nennt direkt seinen Erklärungsansatz: „Wir stecken gerade mitten in einem Entwicklungsprozess, müssen unsere Chancen besser nutzen und zum Beispiel auch noch lernen, über 90 Minuten fokussiert zu bleiben. Eine halbe Stunde wie in Düsseldorf reicht auf diesem Niveau nicht. Damit kann man keine knappen Führungen behaupten, kein Remis verteidigen und auch keinen 0:2-Rückstand aufholen.“

Gegen Aue reichten zwei Tore am Ende für drei Punkte. Auch wenn Justvan lange zitterte und hinterher um etwas mehr Geduld bat: „Osnabrück, Berlin, 30 Minuten in Düsseldorf und jetzt Aue – unser Weg ist grundsätzlich richtig. Wir vertrauen da voll unserem Coach und er steht zu 100 Prozent zur Mannschaft. Deshalb werden wir am Ende der Saison auch wieder ins obere Tabellendrittel vorrücken.“ Das klingt sehr überzeugend. Justvan gefällt dabei aber nicht nur die Arbeit des Trainers, sondern auch die hart-herzliche Art von Steffen Baumgart: „Er weiß, wie wir Spieler ticken. Bei ihm merkt man extrem, dass er selbst mal Bundesliga gespielt hat.“

Baumgart wäre auch heute noch gerne am Ball. Besonders in Duellen mit Mannschaften, die eine ähnlich offensiv-aggressive Philosophie für sich verinnerlicht haben. Wie zum Beispiel der nächste Gegner SpVgg Greuther Fürth. Die spielfreudigen Franken gehören aktuell zu den Top-Klubs der 2. Liga und werden dem SCP die Räume bieten, die die Ostwestfalen brauchen. Ob das reicht? Die Fürther sind jedenfalls auch so eine Art Angstgegner. Zehnmal reiste der SCP seit 2006 schon nach Fürth, zehnmal gab es keinen Sieg.

Julian Justvan interessiert diese Statistik wenig. Wobei auch er an einer Stelle kurz zurückblickt: In der U15 spielte der gebürtige Niederbayer für ein Jahr in Fürth und trug das Trikot der Kleeblätter. Linksverteidiger war schon damals David Raum. Ein Talent mit viel Perspektive. Wie Julian Justvan. Der Mann fürs Kreative im SCP-Dress, der auch am Freitag gerne jubeln würde: „Schwierige Aufgabe. Aber lösbar.“

15. Spieltag: SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue 2:1 (1:1)

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