Beim 0:0 in Heidenheim setzte der SC Paderborn 07 nur die Sieglos-Serie fort
Keine Tore – aber endlich der erste Punktgewinn

Paderborn (WB/MR) -

Die Sieglos-Serie in der Hinrunde ging für den SC Paderborn 07 auch beim 1. FC Heidenheim weiter. Saisonübergreifend war es für den Fußball-Zweitligisten die 18. Partie in Folge ohne Dreier. Allerdings mit einem kleinen Unterschied:

Samstag, 06.02.2021, 02:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 07:20 Uhr
Ball im Blick: Uwe Hünemeier kann sich hier gegen Heidenheims Patrick Schmidt durchsetzen.
Ball im Blick: Uwe Hünemeier kann sich hier gegen Heidenheims Patrick Schmidt durchsetzen. Foto: dpa

 Am 3. Oktober 2020 holte der Erstliga-Absteiger beim 0:0 wenigstens den ersten Punkt der Spielzeit 2020/2021. Es war gegen am Ende drückende Gastgeber ein schmeichelhaftes Remis.

Schon die Anfangsphase gehörte den Heidenheimern. Paderborn brauchte eine Weile, um sich ohne gelernten Linksverteidiger im neuen 3-5-2-System zurechtzufinden, schaffte es aber nach gut einer Viertelstunde, sich aus dem Klammergriff des 1. FC Heidenheim zu befreien und verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte. Letztlich fehlte bei den Abschlüssen von Svante Ingelsson (37.) und Sebastian Vasiliadis (40.) aber die entscheidende Präzision.

Auch nach dem Seitenwechsel waren es die Hausherren, die deutlich besser ins Spiel fanden. Dieses Mal hielt die Elf von Trainer Frank Schmidt den Druck aber deutlich länger aufrecht und ließ Paderborn nicht mehr wirklich ins Spiel kommen. Die Schwaben mussten sich aber den fahrlässigen Umgang mit den vorhandenen Chancen nachsagen lassen. Heidenheims Coach war damals auch entsprechend angefressen: „In der zweiten Hälfte hat nur noch eine Mannschaft gespielt. Wir haben alles dafür getan, die drei Punkte zu holen, allein die Belohnung hat gefehlt.“

Bei den Ostwestfalen war die Erleichterung nach dem ersten Zähler der Saison entsprechend groß. „Wir sollten uns darüber freuen, bei einer sehr starken Mannschaft einen Punkt geholt zu haben. Wir müssen und können damit leben. Das war ein kleiner Schritt, so fängt man an“, meinte Trainer Steffen Baumgart, der zugleich keinen Hehl daraus machte, dass in den nächsten Partien noch deutlich mehr kommen muss: „Wir werden in Ruhe weiterarbeiten und uns verbessern.“

Manager Fabian Wohlgemuth sah hinterher sogar Vorteile für Paderborn: „Das Trainerteam hat sich aufgrund der Verletztensituation sehr viele Gedanken gemacht und die Mannschaft mit einer neuen taktischen Ausrichtung sehr gut eingestellt. Der Punkt war aufgrund einer sehr starken kämpferischen Leistung hochverdient.“

Nach den langfristigen Ausfällen von Streli Mamba, Sven Michel, Maximilian Thalhammer und Chima Okoroji hatte sich vor dem Spieltag auch Jamilu Collins mit einer Erkältung abgemeldet. Während der 90 Minuten mussten noch Sebastian Vasiliadis und Sebastian Schonlau vorzeitig raus. Vielleicht versuchte Wohlgemuth deshalb, das Positive besonderes herauszustellen und nach siebenjähriger Achterbahnfahrt mit Auf- und Abstiegen ganz viel Souveränität auszustrahlen. „Der SC Paderborn ist in dieser Zeit entweder 18. oder Zweiter geworden. Ich wünsche mir ein bisschen weniger Schluckauf und mehr Stabilität.“

Angesichts der immer länger werdenden Ausfallliste konnte Baumgart aber noch am dritten Spieltag etwas Entwarnung geben: „Bascho fühlte sich nicht wohl, wollte aber unbedingt spielen. Irgendwann kam das Zeichen, dass es nicht mehr geht. Vasi hat schon länger Probleme mit dem Sprunggelenk. Wenn er sich vertritt, umknickt oder falsch aufkommt, kann es sein, dass es nicht mehr geht. Aber er erholt sich wieder.“

So schnell ging es dann doch nicht. Sebastian Vasilaidis wurde in den folgenden vier Spielen geschont, um die Verletzung endlich einmal komplett auszukurieren. Danach kam der Deutsch-Grieche, der ab der kommenden Saison für Arminia Bielefeld spielt, auch nicht mehr richtig ins Team. Es folgten noch vier Einsätze, seit Spieltag 13 steht der 23-Jährige gar nicht mehr im Kader. Ein Abschied auf Raten, der sich bis Saisonschluss im Mai noch hinziehen wird.

Ganz anders verlief es bei Sebastian Schonlau. Der Kapitän kam tatsächlich sofort zurück und setzte bislang erst ein Mal aus: Beim insgesamt enttäuschenden 2:2 daheim gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Mittlerweile gehört der 26-Jährige zu den Führungsspielern im Team. Auch sein Vertrag läuft am 30. Juni aus, damit rückt der Abschied ebenfalls immer näher.

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