Corona-Rätsel beim Zweitligisten aus Bayern – alle Schnelltests beim SC Paderborn negativ
Regensburgs Pokalspiel gegen Bremen abgesagt

Paderborn/Regensburg (WB/MR/dpa) -

Nach rätselhaften Corona-Fällen beim SSV Jahn Regensburg ist das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen abgesagt worden. Nach Trainer Mersad Selimbegovic seien weitere Infektionen beim Fußball-Zweitligisten aufgetreten, berichtete gestern Jahn-Geschäftsführer Christian Keller in einer Videokonferenz. Es handle sich um ein „paar wenige“ Personen, höchstens minimale Erkältungssymptome seien bei einzelnen aufgetreten. Wie es zur Ausbreitung kommen konnte? Viele Fragezeichen.

Dienstag, 02.03.2021, 03:07 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 06:15 Uhr
Als Erster hatte sich Mersad Selimbegovic beim SSV Jahn Regensburg infiziert – mit der britischen Corona-Mutante.
Als Erster hatte sich Mersad Selimbegovic beim SSV Jahn Regensburg infiziert – mit der britischen Corona-Mutante. Foto: imago

Um wie viele Personen und wen genau es sich handelt, verriet Keller nicht. Das gesamte SSV-Betreuerteam und die Mannschaft müssten nun voraussichtlich in eine zweiwöchige Quarantäne. Die Spielleitung setzte die für heute (18.30 Uhr) terminierte Pokal-Partie ab. „Hintergrund sind die behördlich angeordneten Quarantänemaßnahmen für den Verein Jahn Regensburg“, hieß es. Über die Neuansetzung der Partie werde der DFB in Abstimmung mit beiden Vereinen schnellstmöglich entscheiden.

Keller erzählte, dass sich Selimbegovic mit der als besonders ansteckend geltenden britischen Mutante infiziert habe. Die ohnehin schon strengen Schutzmaßnahmen seien dann wohl „nicht mehr stark genug“ gewesen. „Wir waren auch nicht weniger vorsichtig und weniger achtsam, es ist alles so gelaufen wie immer. Wir können es uns deshalb auch nicht erklären.“

Selimbegovic war bereits am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden und verpasste das Zweitligaspiel am selben Abend gegen den SC Paderborn (1:0). Alle anderen Akteure in der Regeltestung seien negativ gewesen, das Spiel konnte gemäß Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga stattfinden.

Der 38-Jährige berichtete der „Mittelbayerischen Zeitung“ kurz danach, dass er keine Symptome habe. Er konnte sich demnach auch nicht erklären, wo er sich infiziert haben könnte. „Das ist jetzt wieder eine Ausnahmesituation in einem Ausnahmezustand“, befand Selimbegovic. Den Sieg verfolgte er in häuslicher Quarantäne, an der Seitenlinie vertrat ihn sein Assistent Sebastian Dreier.

„Mersad ist untröstlich“, sagte Keller vor dem beim Jahn als größtes Spiel der Vereinsgeschichte titulierten Cup-Kracher. Nach dem Corona-Fall beim Coach habe der Verein die Frequenz der Tests sogar auf jeden Tag erhöht. Am Sonntagabend seien dann viele negative Tests zurückgekommen, einige fehlten. Diese fehlenden Tests seien dann am Montagmorgen allesamt positiv zurückgekommen.

Paderborns Manager Fabian Wohlgemuth hatte bereits am Montagmorgen Kontakt zum Gesundheitsamt in Regensburg und zu Jahn-Geschäftsführer Keller aufgenommen. Das Amt sah nach eingehender Prüfung aber keine Veranlassung, auch die Ostwestfalen unter Quarantäne zu stellen. Keller selbst wurde auch im Gespräch mit seinem Paderborner Amtskollegen nicht viel konkreter und sprach nur von „einigen positiven Testergebnissen“.

Paderborns Manager Fabian Wohlgemuth.

Paderborns Manager Fabian Wohlgemuth. Foto: Jörn Hannemann

Als erste Konsequenz nahm der SC Paderborn am Montag vor Trainingsbeginn um 15 Uhr Schnelltests für den gesamte Kader vor. „Alle Ergebnisse sind negativ“, konnte Wohlgemuth bereits 15 Minuten später ausschließlich positive Nachrichten verbreiten. Zur Sicherheit wurden die nach zwei Tagen Pause ohnehin üblichen und sehr viel genaueren PCR-Test vorgenommen. Die Ergebnisse erwartet der SCP aber erst heute Vormittag (Aktualisierung: Auch diese Tests waren negativ. Der SC Paderborn kann damit seine Trainingswoche wie geplant fortsetzten.).

23. Spieltag: SSV Jahn Regensburg - SC Paderborn 07 1:0

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