Gespräche zwischen Bundespolitik und der Liga über Oster-Spiele – Arminia Bielefeld in Mainz
Profi-Fußball vor Zwangspause

Berlin/Frankfurt (dpa/WB) -

Im Blitz-Lockdown ist auch ein Betriebsverbot für die Profikicker-Branche nicht mehr tabu. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller bestätigte gestern Gespräche zwischen Politik und Fußball, ob die für Ostern geplanten Spiele trotz der verordneten „Ruhetage“ stattfinden dürfen.

Dienstag, 23.03.2021, 21:34 Uhr aktualisiert: 24.03.2021, 06:16 Uhr
Gegner von Arminia Bielefeld am 3. April sollte eigentlich der FSV Mainz 05 sein – hier beim Sieg in Hoffenheim.
Gegner von Arminia Bielefeld am 3. April sollte eigentlich der FSV Mainz 05 sein – hier beim Sieg in Hoffenheim. Foto: imago images/foto2press

„Das muss bundeseinheitlich geklärt werden“, sagte der SPD-Politiker bei der Pressekonferenz des Berliner Senats am Dienstag. „Wenn es die Verständigung auf der Bundesebene gibt, diese Ligaspiele sollen stattfinden, dann werden sie ohne Publikum stattfinden“, erklärte Müller.

In Berlin soll am 4. April eigentlich das Derby zwischen Union und Hertha BSC angepfiffen werden. Ungewiss ist vorerst auch, ob das Gipfeltreffen zwischen RB Leipzig und Tabellenführer FC Bayern am Karsamstag steigen kann. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wollte eine Absage genauso wenig ausschließen wie umgekehrt auch eine Freigabe für bis zu 1000 Zuschauer. „Das werden die nächsten Tage zeigen, ob das so ist“, sagte Kretschmer.

In Niedersachsen rechnen die Verantwortlichen nicht damit, dass der Ball rollt. “In Niedersachsen gehen wir davon aus, dass am Osterwochenende kein Profisport stattfinden wird“, sagt Anke Pörksen als Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung dem „Sportbuzzer“. Betroffen wären die Bundesliga-Partie am 3. April zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln sowie einen Tag später das Nordderby in der 2. Liga zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV.

Arminia Bielefeld sollte laut Spielplan am Samstag, 3. April, in der Bundesliga beim FSV Mainz 05 antreten. Ob das im Kampf gegen Abstieg wichtige Spiel stattfinden wird, hängt wie bei den anderen von den Gesprächen zwischen Bundesrepublik und DFL ab. Das Gleiche gilt für den SC Paderborn 07, dessen Partie beim 1. FC Nürnberg für den Sonntag, 4. April, angesetzt ist.

DFB-Präsident Fritz Keller und sein Vizepräsident Rainer Koch zeigten sich enttäuscht, dass der organisierte Amateursport bei den jetzt getroffenen Bund-Länder-Beschlüssen mit keiner Silbe erwähnt worden sei. Man bedauere bei aller Vorsicht „sehr, dass abermals Verbote im Mittelpunkt stehen und nicht Lösungen, die Wege bieten, angemessen mit der Pandemie umzugehen“.

Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga hat unterdessen eine Verschärfung des Hygienekonzepts für den Spielbetrieb von Bundesliga und 2. Bundesliga beschlossen. Neu sind verpflichtende Antigen-Schnelltests sowie die mögliche Durchführung von Quarantäne-Trainingslagern. Ab 1. April sollen an Orten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 35 verpflichtend Antigen-Schnelltests an jedem Trainings- und Reisetag durchgeführt werden. An den zwei PCR-Tests pro Woche soll sich nichts ändern.

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