Sa., 09.01.2016

Fünf Menschen aus Ostwestfalen-Lippe beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Mit Gauck am Mittagstisch

Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt mit den   Schornsteinfegermeistern Ralf Heibrok (Schloß Holte-Stukenbrock/rechts) und Werner Klein (Lemgo), die   ein Glückstour-Bild   des Künstlers Hermann in Händen halten.

Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt mit den Schornsteinfegermeistern Ralf Heibrok (Schloß Holte-Stukenbrock/rechts) und Werner Klein (Lemgo), die ein Glückstour-Bild des Künstlers Hermann in Händen halten. Foto: Bundespresseamt

Von Wolfgang Schäffer

Berlin (WB).  Den Tag werden sie wohl nie  vergessen. Beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten für 70 engagierte Bürger wurden am Freitag gleich fünf Menschen aus Ostwestfalen-Lippe für ihren Einsatz geehrt.

Eine ganz besondere Auszeichnung gab es dabei für die Schornsteinfegermeister Ralf Heibrok aus Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) und Werner Klein aus Lemgo (Kreis Lippe). Die Gründungsmitlieder der Glückstour, bei der Kaminkehrer aus ganz Deutschland seit mehr als zehn Jahren Spenden für krebskranke Kinder sammeln und in diesem Zeitraum fast 1,5 Millionen Euro für den guten Zweck spendeten, durften nach dem Empfang am Mittagstisch von Joachim Gauck beziehungsweise dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt Platz nehmen. Es gab »Aufgeschäumten Schwarzwurzelrahm«, dann »Klops und Filet vom Kalb mit Bete und gebackenem Kartoffelstampf« und als Nachspeise »Milchschnitte mit Kakao und Dörrfrüchten«.

Heibrok, der wie Klein mit typischer Schornsteinfegerkluft samt Zylinder erschienen war, war begeistert: »Als ich die Tischkarte mit der Nummer 1 bekam, war klar, dass ich am Tisch des Bundespräsidenten sitze. Das hat mich schon sehr beeindruckt. Das Gespräch mit ihm war dann einfach klasse. Joachim Gauck ist unglaublich normal. Zudem hatte er sich bestens vorbereitet, wusste genau über unser Projekt und die Aktivitäten der anderen Personen am Tisch Bescheid.« Zudem habe der Bundespräsident ihm zugesichert, zu helfen, wenn Hilfe benötigt werde. Auch ansonsten ist der »Glücksfeger« sicher, dass die vielen neuen Kontakte nach diesem Berlin-Besuch für die Zukunft der Glückstour gut sein werden.

Gauck dankt den Geehrten

Zu den Geehrten aus Ostwestfalen-Lippe gehörten auch das Ehepaar Elisabeth und Manfred Büngener. Während er sich um den Förderverein der Dokumentationsstätte Stalag 326 Senne verdient gemacht hat, ist seine Frau seit Jahren in kirchlichen, sportlichen und politischen Bereichen engagiert. Elisabeth Brune aus Löhne (Kreis Herford) war dagegen eingeladen, weil sie sich trotz ihrer körperlichen Einschränkungen – seit sechs Jahren sitzt sie im Rollstuhl – mit großem Einsatz für den Hos­pizkreis Löhne engagiert, deren Gründungsmitglied sie ist.

Ihnen allen hatte Joachim Gauck in seiner Rede attestiert, dass sie »an unterschiedlichen Stellen der Gesellschaft dazu beigetragen haben, dass sich unser Land nach innen wie außen solidarisch zeigen konnte. Sie alle engagieren sich auf eine Weise, die wohl jedes Staatsoberhaupt stolz machen würde. Ich jedenfalls bin es«. Dankbar sei er zudem für den Ideenreichtum, die Großzügigkeit, die Ausdauer und Hingabe der hier versammelten Menschen. »Sie sind die Säulen unser Bürgergesellschaft.«

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