Mi., 07.03.2018

Umstrittene Syrien-Reise und Gespräche mit Regierungsvertretern AfD-Abgeordnete treffen syrischen Staatsminister

Großmufti Ahmed Hassun (hier bei einer Konferenz in Moskau 2014) hat die AfD-Delegation getroffen. Er hatte Europa und Amerika 2011 mit Selbstmordattentätern gedroht.

Großmufti Ahmed Hassun (hier bei einer Konferenz in Moskau 2014) hat die AfD-Delegation getroffen. Er hatte Europa und Amerika 2011 mit Selbstmordattentätern gedroht. Foto: dpa

Damaskus (dpa). Auf ihrer umstrittenen Syrien-Reise haben Abgeordnete der AfD einen ranghohen Vertreter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad getroffen.

Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Christian Blex schrieb am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite, der Staatsminister für nationale Versöhnung, Ali Haidar,  habe ihnen bei der Begegnung am Dienstagabend gesagt , es seien bereits mehr als 100.000 ehemals feindliche Kämpfer wieder »friedlich in das Zivilleben integriert worden«. Sein Parteikollege Thomas Röckemann postete Bilder von einem Markt in Damaskus und schrieb: »Stimmt vielleicht etwas nicht mit der offiziellen Berichterstattung durch die öffentlich rechtlichen Zwangsmedien?«

Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel auch dabei

Helfer und Journalisten haben oft den Kontrast zwischen dem weitgehend normalen Alltag in den von Regierungstruppen kontrollierten Vierteln von Damaskus und dem Leid der Zivilisten in den von Luftangriffen und Blockade betroffenen Rebellengebieten im Umland beschrieben. An der Reise beteiligen sich auch vier AfD-Bundestagsabgeordnete,  darunter auch Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel . Die AfD hält Syrien für so sicher, dass ein Großteil der in Deutschland lebenden Flüchtlinge zurückkehren könnte. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Syrien.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner sagte, wenn AfD-Abgeordnete jetzt »Leuten die Aufwartung machen, die ihre eigene Bevölkerung terrorisieren«, sollte auch dem Letzten hierzulande klar sein, was diese Partei »im Schilde führt«. Die Junge Union kommentierte den AfD-Besuch in Damaskus mit den Hinweis: »1000 Kinder sind in Syrien laut Unicef seit Jahresbeginn getötet worden.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5573086?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2509674%2F