Sa., 11.08.2018

Wochenendausflug in Melle endet tödlich Großvater und Enkelin sterben bei Flugzeugabsturz

Feuerwehrleute arbeiten an der Absturzstelle eines Ultraleichtfliegers.

Feuerwehrleute arbeiten an der Absturzstelle eines Ultraleichtfliegers. Foto: dpa

Melle (dpa). Dramatisches Ende eines Ausflugs von Großvater und Enkelin am Flugplatz im niedersächsischen Melle: Beim Absturz eines Leichtflugzeugs starben am Samstagmorgen ein 74 Jahre alter Pilot und seine 14-jährige Enkelin in dem Wrack.

Kurz nach dem Start sei der Ultraleichtflieger auf eine Landstraße gekracht und habe Feuer gefangen, teilte die Polizei mit. Nach Angaben aus Fliegerkreisen befand sich das Flugzeug im Querabflug von dem Platz – also kurz vor dem Verlassen der Platzrunde. Die Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Hinweise auf einen Motoraussetzer

»Es gibt Hinweise auf einen Motoraussetzer«, sagte der Vorsitzende des am Platz beheimateten Segelfliegerclubs SFC Melle Grönegau, Bernd Dammeyer. Beim Club, dem auch der Pilot angehörte, reagierten die Mitglieder mit Schock auf die Nachricht.

Auch die Stadtverwaltung von Melle reagierte betroffen. »Die Nachricht vom schweren Flugunfall mit den beiden Toten erfüllt uns mit großer Trauer und tiefer Betroffenheit«, erklärte Stadtsprecher Jürgen Krämer am Unglücksort.

»Es gibt Hinweise auf einen Motoraussetzer«, sagte der Vorsitzende des am Platz beheimateten Segelfliegerclubs SFC Melle Grönegau, Bernd Dammeyer. Beim Club, dem auch der Pilot angehörte, reagierten die Mitglieder mit Schock auf die Nachricht. Auch die Stadtverwaltung von Melle reagierte betroffen.

»Die Nachricht vom schweren Flugunfall mit den beiden Toten erfüllt uns mit großer Trauer und tiefer Betroffenheit«, erklärte Stadtsprecher Jürgen Krämer am Unglücksort.

Flugzeugführer galt als erfahren und zuverlässig

Den verunglückten Flugzeugführer beschrieb Dammeyer als »erfahren, zuverlässig, versiert und umsichtig«. »Der hatte alle erforderlichen Lizenzen, er galt als extrem erfahren«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sich um einen pensionierten Berufspiloten gehandelt, der freiberuflich fürs Luftfahrt-Bundesamt (LBA) immer noch Check-Flüge für Verkehrsflugzeugführer abgenommen habe. 

Feuerwehrleute arbeiten an der Absturzstelle eines Ultraleichtfliegers. Foto: dpa

Nach seinen Angaben gibt es Hinweise darauf, dass der Pilot noch eine Notlandung versucht hatte. »Am Unfallort stehen drei Bäume – hätte er die noch überfliegen können, hätte er sicher auf einem Acker notlanden können«, betonte Dammeyer. Die Maschine streifte jedoch laut Polizei die Baumkronen, stürzte in einen Graben und ging in Flammen auf.An der Absturzstelle fanden anschließend sowohl Bergungsmaßnahmen als auch Untersuchungen zur Absturzursache statt.

Zweisitziges Propellerflugzeug des Typs Dyn’Aéro MCR-01

Bei dem zweisitzigen Propellerflugzeug handelt es sich nach den Angaben um einen einmotorigen Tiefdecker des französischen Typs Dyn'Aéro MCR-01 – eine aus Faserverbundwerkstoff hergestellte, sehr wendige Maschine in Kompaktbauweise. Die Polizei bestätigte, dass es sich bei den Opfern um den Großvater und seine Enkelin gehandelt habe. Beide hätten ihren Wohnort in Melle gehabt.

Start und Landung gelten als die kritischsten Phasen eines jeden Fluges. Der Grund: Die Geschwindigkeit ist dann nahe dem Punkt, an dem die Strömung an den Tragflächen abreißt - es sich also nicht mehr in der Luft halten kann. Wird diese Geschwindigkeit – etwa wegen eines Motoraussetzers – unterschritten, stürzt das Flugzeug ab.

Drei Tage nach Unglück in Münster

Erst am Donnerstag hatte es in der Region ein ähnliches Unglück gegeben. Bei der Landung war ein Kleinflugzeug am Flughafen Münster/Osnabrück abgestürzt. Beide Insassen kamen ums Leben.

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