Kommentar zu Tesla
Bisher nur ein Seitenhieb

Umweltschützer dürften sich zufrieden die Hände reiben, Wirtschaftsvertreter vielleicht den Kopf schütteln. Ein Gericht hat Tesla untersagt, vorschnell Fakten zu schaffen, indem ein Waldstück gerodet wird – schließlich liegt die endgültige Genehmigung für die Elektroauto-Fabrik des US-Konzerns noch nicht einmal vor. Zudem hatte das Umweltamt betont, dass Tesla „auf eigenes Risiko“ mit der Rodung beginnen dürfe.

Sonntag, 16.02.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 08:35 Uhr
Ein Schild steht auf der Einfahrt zum Gelände für die geplante Tesla-Fabrik vor gerodeten Bäumen. Foto: Britta Pedersen/dpa
Ein Schild steht auf der Einfahrt zum Gelände für die geplante Tesla-Fabrik vor gerodeten Bäumen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Das Aufregungspotenzial dürfte sich also in Grenzen halten. Tesla hat einen Seitenhieb einstecken müssen, mehr nicht. Die Gesetzgebung misst dem Umweltschutz eben eine hohe Bedeutung bei. Daran ist nichts verkehrt. Wir alle wollen ja in einer intakten Umwelt leben!

Es ist klar, dass Belange von Wirtschaft und Umweltschutz abgewogen werden müssen. Hier spricht viel für Tesla: Gerade die sich im Umbruch befindliche Autoindustrie braucht neue Jobs in Deutschland. Hinzu kommt, dass E-Autos politisch gewollt sind. Strom statt Verbrenner soll auch für eine bessere Luft in Städten sorgen. Wenn es den Umweltschützern gelänge, das Tesla-Projekt am Ende doch mit einer Klagewelle zu verhindern, wäre es ein bitterer Sieg und schlecht für den Standort Deutschland.

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