»Ice Bucket Challenge«
Ich-Kultur, die hilft

Eimerweise Gutes tun die Menschen im Internet. Millionen begegnen einer tödlich verlaufenden Krankheit mit Eiswasser und einem Lächeln – und das ist genau richtig.

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Sebastian Bauer ist Redakteur für Sport und Online.

Montag, 25.08.2014, 20:43 Uhr aktualisiert: 25.08.2014, 21:21 Uhr
»Ice Bucket Challenge« : Ich-Kultur, die hilft
Die Eiswasseraktion ist ein weltweites Phänomen: Vor einem Einkaufszentrum in Bangkok machen hier gleich Dutzende mit. Foto: dpa

Der ein oder andere mag diesen spaßigen Umgang mit Krankheit und Spende als unangebracht und albern empfinden. Betroffene und ALS-Einrichtungen dagegen sind froh über die große Aufmerksamkeit und Gelder für eine bislang zu wenig beachtete Erkrankung.

»Die Challenge ist verrückt, aber sehr hilfreich. Und alles, was hilft, ist gut«, sagt Horst Ganter, Chef der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke. Die Macht der Bilder ist immens. Die Spenden steigen. Die Challenge hat ihr Ziel in kürzester Zeit übererfüllt.

Kritiker werfen vielen Eimer-Gießern dennoch Selbstdarstellung vor. Was für den Einzelfall gelten könnte, wäre für die Masse zu pauschal betrachtet. Es ist eine Ich-Kultur für den guten Zweck, die hilft und die Unterstützung verdient. Ich mache mich nass, ich spende (im besten Fall) und ich helfe so bei der Beachtung für und dem Kampf gegen eine schwere Krankheit.

Gänzlich anderer Meinung ist unser Kommentator Andreas Schnadwinkel. Lernen Sie auch seine Position kennen.

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