Mo., 25.08.2014

»Ice Bucket Challenge« Eiskalte Ego-Trips

Die Eiswasseraktion ist ein weltweites Phänomen: Vor einem Einkaufszentrum in Bangkok machen hier gleich Dutzende mit.

Die Eiswasseraktion ist ein weltweites Phänomen: Vor einem Einkaufszentrum in Bangkok machen hier gleich Dutzende mit. Foto: dpa

Von Andreas Schnadwinkel

Keine Diskussion: Jeder Mensch, der von der Geißel einer Krankheit befreit werden kann, ist jede noch so abstruse Aktion wert. Und sei es die »Ice Bucket Challenge«. Wenn so viel Geld gespendet werden sollte, dass die Forschung die Ursache von ALS herausfinden und bekämpfen kann, dann hat die Aktion ihren gut gemeinten Zweck übererfüllt. Doch drängt sich nach zwei Wochen Hysterie der Eindruck auf, dass der gute Zweck der Selfie-Generation nur noch als Vorwand dient, um Filme von sich im Internet zu verbreiten – und Aufmerksamkeit im Zuge eines globalen Trends zu bekommen.

Andreas Schnadwinkel ist Redakteur für Politik.

Die »Ice Bucket Challenge« ist als virales Internet-Phänomen am ehesten mit den Tanzvideos »Gangnam Style« und »Harlem Shake« zu vergleichen. Schauspieler oder private Selbstdarsteller wollen Teil des weltweiten Hypes sein. Den meisten von ihnen geht es nur um sich und nicht um ALS.

Wer für die Erforschung der Krankheit spenden möchte, der kann dies tun, ohne sich vorher einen Eimer Eiswasser über den Kopf zu schütten.

Gänzlich anderer Meinung ist unser Kommentator Sebastian Bauer. Lernen Sie auch seine Position kennen.

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