Cannabis
Nutzen überwiegt

Von Wilfried Schnitker

Mittwoch, 04.02.2015, 08:39 Uhr aktualisiert: 04.02.2015, 08:42 Uhr
Cannabis : Nutzen überwiegt
Foto: dpa

Die Haschtüte auf Krankenschein – das bleibt auch künftig in Deutschland die ganz große Ausnahme. Nur auf den ersten Blick könnte es nach einem Tabubruch aussehen, wenn ausgerechnet eine CDU-geführte Bundesregierung jetzt von dem strikten Cannabis-Verbot abrückt. Hier geht es nicht um vergnügungssüchtige Haschbrüder, sondern um chronisch-kranke Schmerzpatienten, deren Leiden mit den Wirkstoffen der Hanfpflanzen gelindert werden können.

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Endlich – könnte man den Politikern zurufen. Dieser Sinneswandel kommt aber nicht aus Mitleid mit den Kranken zustande, sondern er ist Folge eines Gerichtsurteils. Das Verwaltungsgericht Köln hatte im vergangenen Jahr den Weg gewiesen. Weil für chronisch Kranke die Schmerzmedikamente unbezahlbar sind, dürfen sie straffrei Hanf anbauen. Sinnvoll ist die Praxis nicht.

 Das darf nicht das letzte Wort sein. Deshalb sollen die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Dabei muss auch eines klar sein: Selbst ein perfekt ausformuliertes Gesetz wird den Missbrauch nicht verhindern können. Das Risiko ist hinnehmbar. Der Nutzen überwiegt.

Kommentare

HM420  schrieb: 05.02.2015 01:32
Nicht alles Gold was glänzt
Eigentlich eine schöne Nachricht, wenn nur das "Kleingedruckte" nicht wäre. Denn es bleibt trotz allem dabei, das die Anhänger von CDU/CSU nicht wirklich an Cannabis als Medikament glauben. Daher auch Mortlers Erwähnung,.."es ist nicht ganz einfach festzustellen wer wirklich(!) Cannabis benötigt"!!. Denn es bleibt dabei das nur "austherapierte" Patienten eine Möglichkeit dafür bekommen, also erst nachdem Sie mit härteren Opiaten behandelt worden sind-und eben diese ausser Organschäden zu keiner Besserung mehr geführt haben. Desweiteren sieht man dies auch an den Preisen für med. Cannabis, die weitaus höher sind als der Preis auf der Strasse, weil man verhindern wollte/möchte das Patienten ihr Medikament an 3.e weiterveräussern! Was heist,das man den Med. Grund für die Einnahme nicht ganz glaubt!..(PS.: gleiche Medikamente sind im Ausland weitaus günstiger-schon jetzt!!) Bleibt also nur zu hoffen das es doch möglich sein kann über den eigenen Tellerrand hinaus zu Blicken um weiteren Pat. Medikamente anbieten zu können. ( BSP.: USA - Med. für Kinder mit schwerster Epilepsy; Krebspat. und zwar vor schädigenden Opiaten; .... ). Aber leider scheint es als seie diese Ankündigung nur ein Schritt der Pharmalobby, die lieber einigen wenigen ein Med. erstattet ( zum günstigeren Bezugspreis als die Pat. selber !!), anstatt der Erlaubnis auf Eigenanbau ( Köln!!) zuzustimmen und somit einer mögl. generellen Re-Legalisierung den Weg zu öffnen.
1 Kommentare
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