Medizinerausbildung
Hoffnung auf den Klebeeffekt

Michael Schläger

Samstag, 14.02.2015, 08:41 Uhr aktualisiert: 14.02.2015, 09:00 Uhr
Medizinerausbildung : Hoffnung auf den Klebeeffekt
Blick durch ein Fenster eines Operationssaals. Foto: dpa

Die Mindener Mühlenkreis-Kliniken und das Klinikum Herford können mehr als zufrieden sein. Ihre Anstrengungen, die Mediziner-Ausbildung der Ruhr-Uni Bochum in die Fläche zu holen, waren erfolgreich . Das bietet den Häusern Renommee und Entwicklungspotenzial.

Das Bielefelder Klinikum und das Evangelische Krankenhaus Bielefeld hatten sich schon als Sieger des Wettstreits um die Mediziner-Ausbildung gesehen. An der größten Stadt in OWL könne doch niemand vorbeigehen. Pustekuchen!

Vielleicht haben Mindener und Herforder das geschicktere Marketing betrieben, den Bochumern auch wirtschaftlich mehr geboten. Bielefeld hat jedenfalls wieder ein bisschen vom Oberzentrum-Glanz eingebüßt. Bleibt die Hoffnung auf den Klebeeffekt, dass viele junge Ärzte nach ihrer Ausbildung in OWL eine Praxis eröffnen. Da ist aber noch ein Fragezeichen erlaubt.

Georg Rüter, Chef des ebenfalls unterlegenen Bielefelder Franziskus-Hospitals, verweist auf Bremen. Dort herrscht die höchste Arztdichte Deutschlands. Eine Medizinische Fakultät gibt es aber weit und breit nicht.

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