Kritik am Südlink-Antrag
Lobenswert

Von Christian Althoff

Freitag, 20.02.2015, 10:33 Uhr aktualisiert: 20.02.2015, 10:36 Uhr
Kritik am Südlink-Antrag  : Lobenswert
Blick von unten auf eine Hochspannungsleitung. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Jochen Homann hält Wort. Der Präsident der Bundesnetzagentur hat immer wieder versichert, bei den Planungen der neuen Stromautobahnen durch Deutschland würden die betroffenen Menschen nicht übergangen. Und tatsächlich: Es gibt keine Barriere zwischen Behörde und Bürgern, per E-Mail kann jeder der Bundesnetzagentur schreiben, warum er welchen Abschnitt ablehnt und welche Alternative er vorschlägt.

Nicht jede Mail, nicht jeden Vorschlag von Bürgerinitiativen wird man berücksichtigen können. Aber in der Masse ergeben die Einwände ein Bild, das eines ganz deutlich macht: Welche Trasse Homanns Behörde auch immer absegnet – er muss diese Entscheidung guten Gewissens verkaufen und begründen können. Die Unterlagen des Netzbetreibers Tennet ermöglichen diese Transparenz im Moment nicht.

Dass die Bundesnetzagentur trotz des Zeitdrucks – 2022 soll der Strom vom Norden in den Süden fließen – den Tennet-Antrag nicht einfach durchgewunken hat, ist lobenswert. Trotzdem muss allen Bürgern klar sein: Die Behörde wird es längst nicht jedem recht machen können.

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