So., 12.04.2015

Hillary Clinton Ohne echte Konkurrenz

Von Thomas J. Spang

Mit der Bekanntgabe ihrer Kandidatur beendet Hillary Clinton das Rätselraten. Sie tritt für das Weiße Haus an. Auch wenn sie so tut, als ob sie um die Nominierung kämpfen müsste, ist das Rennen bei den Demokraten damit gelaufen.

Anders als bei ihrem ersten Anlauf 2008 ist nun weit und breit niemand zu sehen, der Hillary Clinton die Präsidentschaftskandidatur ernsthaft streitig machen könnte. Elizabeth Warren, die einzige denkbare Mitbewerberin mit echten Chancen, hat dankend abgelehnt. Da die Geldgeber und Strategen der Partei einen Platz an den Futternäpfen haben wollen, fehlte es Herausforderern schlicht an Ressourcen.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2016 selbst bleibt dagegen alles offen. Viel hängt davon ab, wen die Republikaner gegen die seit drei Jahrzehnten politisch aktive Washington-Insiderin ins Rennen schicken. Bei einem unverbrauchten Gesicht könnte es für die »Polit-Oma« der Demokraten schwerer werden, als der gegenwärtige Hype vermuten lässt. Zudem steht die Geschichte steht nicht auf Clintons Seite: Nur einmal hat eine Partei das Weiße Haus länger als acht Jahre besetzt.

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