Mi., 30.09.2015

DMG Mori in Russland Jetzt ist Putin gefragt

Eröffnung des neuen DMG-Mori-Werkes südlich von Moskau.

Eröffnung des neuen DMG-Mori-Werkes südlich von Moskau. Foto: Edgar Fels

Von Edgar Fels

Es ist kein Geheimnis, dass die deutsche Wirtschaft unter den Sanktionen gegenüber Russland leidet. Die Manager sehnen sich wieder normale Verhältnisse herbei. Sie wollen Geld verdienen und nicht Spielball der Politik sein. So gesehen ist es bemerkenswert, dass viele deutsche Unternehmen Russland die Treue halten – was sich in Investitionen offenbart.

In dieser Woche sind es gleich zwei Konzerne aus OWL, die an den Markt in Russland glauben: der Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori AG und der Landmaschinenhersteller Claas aus Harsewinkel. Beide sorgen dafür, dass der Gesprächsfaden nicht abreißt. Lösen muss den Konflikt allerdings die Politik – auf oberster Ebene zwischen Kremlchef Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Es wäre der russischen Gesellschaft zu wünschen, dass Putin seine Machtgelüste nicht weiter auf dem Rücken der Bevölkerung auslebt. Das riesige Land weist erhebliche strukturelle Defizite auf. Der Verfall des Rubels und der Kapitalabfluss in Milliardenhöhe sind weitere Alarmzeichen. Es wird höchste Zeit, dass Russland damit beginnt, sich eine produktive Wirtschaft aufzubauen – auch um die Abhängigkeit von den Rohstoffen zu verringern. An dem Engagement deutscher Firmen fehlt es nicht

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