Mi., 03.02.2016

Kommentar zum Kompromiss bei Benteler Lösung mit Perspektive

Der Kompromiss bei Benteler ist rechtskräftig.

Der Kompromiss bei Benteler ist rechtskräftig. Foto: Jörn Hannemann

Von Oliver Horst

Hart, intensiv und lange haben beide Seiten gerungen. Anderthalb Jahre wurde bei Benteler über die Zukunft der deutschen Werke in der immer globaler werdenden Autowelt diskutiert. Erst ein 25-Stunden-Marathon kurz vor Weihnachten brachte dann den Kompromiss, der seit Mittwoch gilt und für alle Beteiligten eine schöne Bescherung sein soll.

Zweifel daran dürften vor allem bei Mitarbeitern aufgekommen sein. Sie büßen Teile ihres Urlaubsgeldes ein, womöglich auch künftiger Tariferhöhungen und die Möglichkeit, alle Überstunden zu Geld zu machen. Auf der anderen Seite aber gewinnen alle Beschäftigten die Sicherheit, trotz des Neubaus von Werken in Osteuropa oder Asien und der unaufhaltsamen Internationalisierung auch in den nächsten Jahren einen Arbeitsplatz zu haben. Und in der Belegschaft ist sogar Erleichterung zu hören, weil mancher noch einen viel höheren Preis befürchtet hatte.

Offensichtlich ist es den Beteiligten tatsächlich gelungen, eine faire Lösung zu finden. Dafür spricht, dass alle von einem Erfolg nicht nur sprechen, sondern dafür auch gute Argumente vorbringen können. Jetzt ist es an Benteler und den Mitarbeitern, aus dem Bekenntnis zum Standort Deutschland und der Region OWL gemeinsam die Zukunft zu gestalten und der Motor für weltweiten Erfolg zu sein.

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