Kommentar zur Herausforderung Flüchtlingskrise
Sie bauen das

Von Bernhard Hertlein

Samstag, 13.02.2016, 22:12 Uhr aktualisiert: 14.02.2016, 21:13 Uhr
Kommentar zur Herausforderung Flüchtlingskrise : Sie bauen das
Symbolbild Foto: Bodo Marks/dpa

Die fünfziger,  sechziger und siebziger Jahre und wieder die erste Zeit nach der Wiedervereinigung waren gute Jahre für die deutsche Bauwirtschaft.  Und sie waren gute Jahre für die Wirtschaft insgesamt. Jetzt steht die Branche erneut vor einem Boom. Das weckt Hoffnung, dass  auch die Gesamtwirtschaft profitiert.

Klar ist: Das »Wir schaffen das« der Bundeskanzlerin ist kein Selbstläufer. Die großen Herausforderungen durch Flüchtlinge, Kriege, finanzielle Risiken   und allgemeine  weltwirtschaftliche Veränderungen sind nicht von der Hand zu weisen. Und trotzdem: Das größte Risiko ist, dass  vorhandene gute Ansätze mehr und mehr  zerredet werden –  wie seit Jahresbeginn geschehen. 

Deshalb tut es gut, wenn eine Branche sagt: »Wir bauen das.« Klar  steht dahinter auch eigenes Interesse. Mehr Aufträge bedeuten mehr Umsatz und hoffentlich mehr Gewinn für die Unternehmen. Aber es bedeutet auch Neueinstellungen sowie  Arbeit und  Einkommen  für Verbraucher, die dafür konsumieren und Steuern zahlen.

Städte und Gemeinden tun  gut daran, ebenfalls  die Ärmel aufzukrempeln. Kürzere Bearbeitungszeiten für Bauanträge und die kreative Unterstützung bei der Beschaffung von günstigem Bauland werden helfen, dass  die Bauleute – und  wir alle – »das« tatsächlich schaffen. 

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