Mi., 02.03.2016

Kommentar zur Lage beim SC Paderborn Es reicht

Die Lage beim SC Paderborn ist alles andere als positiv.

Die Lage beim SC Paderborn ist alles andere als positiv. Foto: Besim Mazhiqi

Von Matthias Reichstein

Im Oktober die Trennung von Trainer Markus Gellhaus. Im November der Beginn der Sieglos-Serie. Im Dezember die nie schlüssig begründeten Suspendierungen von Daniel Brückner, Srdjan Lakic und Mahir Saglik. Im Januar lässt Torjäger Nick Proschwitz die Hose runter. Im Februar muss Stefan Effenberg wegen Trunkenheit am Steuer einen Strafbefehl akzeptieren. Im März sitzt der ohne gültige Lizenz auf der Bank.

Es reicht, SC Paderborn.

Die Liste der Negativmeldungen hat ein unerträgliches Maß erreicht. Für die Fans. Für die Sponsoren. Für alle Mitarbeiter des Clubs. Und alles in einer Zeit, in der es dem Verein wirtschaftlich so gut geht wie noch nie. 

Für den schuldenfreien Club mit Arena und erstklassigem Trainingszentrum interessiert sich im Moment nur niemand. Wohl aber für einen Trainer ohne gültigen Schein. Gerade, wenn der noch einen klangvollen Namen hat. In sportlich schwierigen Zeiten trifft diese Meldung den Vorletzten zur Unzeit. Dabei hatte die von Präsident Wilfried Finke ausgesprochene Jobgarantie gerade erst für etwas Ruhe gesorgt. Ebenso die ordentlichen Auftritte im Derby in Bielefeld und gegen Spitzenreiter RB Leipzig. Seit gestern hat sich die Lage zugespitzt. Auch, weil Fußball gespielt wurde. Das 0:0 gegen den schlechten KSC ist zu wenig. Paderborn braucht Siege.

Kommentare

Finke und co

Der Trainer ist der letzte der schult hat der Vorstand des sc Paderborn sollte sich einmal fragen was sie nicht richtig gemacht haben Beispiel spieler verkaufen ohne ablöse. Und teuer spieler verpflichtet die nicht nicht ihre Leistung bringen und der Herr Finke trägt auch ein teil dazu bei wie sich der sc Paderborn in der Öffentlichkeit gibt da nichts zu beschönigen.

Ähm ... entweder ist der Club schuldenfrei, aber dann gehört ihm weder das Stadion, noch das Trainingsgelände. Die sind nämlich von der selbstständigen Stadiongesellschaft gemietet, an der der Club keine Anteile hat, oder man heftet sich diese Lorbeeren an die Brust und erzählt dann bitte auch von den Schulden die in diesen Gesellschaften noch begraben liegen. Alles andere ist Rosinenpickerei. Zumal der Club die Schulden über die Stadionmiete ja auch indirekt bezahlen muss.

Effe kann nichts dafür

Die Medienpräsenz über Effe war jedem im Vorfeld klar, besonders ein Herr Finke lechzte danach. Wer die BILD an den Haken hat, wird sie nicht mehr los, in guten wie in schlechten Zeiten. Man kann einem Stefan Effenberg in keinster Weise einen Vorwurf machen. Die Verantwortlichen für die aktuelle Situation sitzen im Vorstand des SCP, das Zerwürfnis mit den Fans, die Suspendierungen der Spieler, die Abgänge der letzten Saison. Herr Gellhaus hatte als Trainer eine unlösbare Aufgabe und hat das beste draus gemacht, das weiß man jetzt. Wenn die Mannschaft in die dritte Liga muss, dann geht das NUR auf die Kappe eines Herrn Finke. Er hat ohne Zweifel großes für den Verein geleistet und ohne ihn wären wir nicht schuldenfrei und in die 1. Liga aufgestiegen. Aber für die aktuelle Situation trägt er die Verantwortung.

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