Mi., 02.03.2016

Kommentar zum Wahlkampf in den USA Trumps Wahlverein

Wahlwerbung für Donald Trump.

Wahlwerbung für Donald Trump. Foto: dpa

Von Thomas J. Spang

Die Partei Abraham Lincolns steht kurz davor, zum Wahlverein Donald Trumps zu werden. Mit sieben Siegen in elf Bundesstaaten versetzt der Rechtspopulist einer Ära den Todesstoß, die vom Konservativismus der Bush-Dynastie geprägt war.  

Die Koalition aus wohlhabenden Country-Club-Republikanern, die wenig Steuern bezahlen wollen, moderaten Kirchgängern, denen traditionelle Werte wichtig sind, und neokonservativen Falken, die Geschmack an militärischen Interventionen haben, wird von einer Melange aus Nationalisten und Isolationisten verdrängt.

So gesehen treffen Kritiker den Nagel auf den Kopf, die Trump vorhalten, kein Konservativer zu sein. Der Rechtspopulist erfüllt nicht im Entferntesten die bisher dafür geltende Definition.

Die letzte, beste Hoffnung, die Trump-Bewegung aufzuhalten, besteht nach diesem »Super-Dienstag« darin, eine Delegierten-Mehrheit auf dem Parteitag in Cleveland zu verhindern. Dann bestünde theoretisch die Chance, einen anderen aufs Schild zu heben.

Obwohl die Regeln dies erlaubten, wäre der Versuch, dem Kandidaten mit den meisten Delegierten die Krönung zu verweigern, politischer Selbstmord. Trump dürfte in diesem Fall als Unabhängiger kandidieren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3843513?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198306%2F2269031%2F