Mo., 18.07.2016

Kommentar zu den EU-Hilfen Weniger Milch!

Kühe werden gemolken.

Kühe werden gemolken. Foto: dpa

Von Bernhard Hertlein

500 Millionen Euro – das klingt, als ließe sich die Europäische Union bei ihrem V orhaben, den Landwirten zur Seite zu springen , nicht lumpen. Rechnet man das Ergebnis des Milchgipfels aber bis zum Ende, dann bleibt für den durchschnittlich betroffenen Landwirt nur soviel Geld, um den Verlust einer einzigen Woche abzudecken.

Lebensmittel sind nur bedingt mit industriellen Produkten vergleichbar. Gesät wird Monate vor der Ernte, gezeugt und gefüttert lange vor der ersten Milch oder dem Schlachttermin. Andererseits können Menschen vielleicht ohne Handy, aber bestimmt nicht ohne Nahrung leben. Deshalb ist eine gewisse staatliche Fürsorge für den Erzeuger berechtigt.

Freilich können Subventionen das Problem nicht lösen. Bekanntermaßen möchte kaum ein Landwirt die Milchquote zurückhaben. Dennoch wird die Branche um eine Reduzierung der Erzeugermenge nicht herum kommen. Einiges ist in jüngster Zeit schon auf freiwilligem Weg passiert. Aber es reicht nicht. Besser die Bauern einigen sich untereinander. Das Kartellamt hat bereits signalisiert, dass es wegen der für alle einsichtigen Notlage keinen Einspruch erheben will.

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