Fr., 22.07.2016

Kommentar zu den US-Wahlen Trump-o-kalypse

Donald Trump in Cleveland.

Donald Trump in Cleveland. Foto: dpa

Von Thomas J. Spang

Donald Trump hat in Cleveland eine große Chance verpasst. Statt die hoffnungslos zerstrittenen Republikaner zu einen, hat er die Spaltung vertieft. Libertäre, religiöse und moderate Konservative, die ihre Überzeugungen ernst nehmen, haben in der Trump-Partei offenkundig keinen Platz mehr.

Das einstmals »große Zelt« der Republikanischen Partei ist zu einem Bunker mit einem Führer geworden. In seiner mäandernden Kandidatenrede profilierte sich Trump als Demagoge, der im Streben nach der Macht vor keiner Idiotie zurückschreckt.

Das von ihm beschworene Amerika steht kurz vor dem Untergang. Es wird geprägt von Chaos und Verfall. Ein Land der Verlierer, über das die Welt lacht und das sich nach einem Führer sehnt, der es wieder großartig macht. Dieses Amerika gibt es nur in seiner Phantasie und den Vorstellungen seiner verunsicherten Anhänger. Doch diese glauben um so fester an die Trump-o-kalypse.

Seine Vision für die USA ist auf Dominanz ausgerichtet. Sie ist nationalistisch, chauvinistisch und im Kern unamerikanisch.

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