Kommentar zur Girokonten-Gebühr
Wettbewerb

Vor 20 Jahren zählte die Postbank in der Finanzbranche zu den Pionieren, als sie die Gebühren für Girokonten gestrichen hat. Auch jetzt geht die Deutsche-Bank-Tochter voran: Schluss mit der Gratiskultur.

Freitag, 19.08.2016, 22:02 Uhr aktualisiert: 19.08.2016, 22:10 Uhr
Symbolfoto. Foto: dpa
Symbolfoto. Foto: dpa

Die Kunden – außer junge und reiche – sollen für ihr Girokonto zahlen. Und wieder wird die Postbank viele Nachahmer finden. Schließlich müssen die traditionellen Kreditinsitute angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen neue Ertragsmöglichkeiten finden.

Wenn aber zugleich der Service verringert wird – Filialschließungen, Gebühren für Bargeldabhebung und Kreditkarte – kann der Schuss nach hinten losgehen. Dann kann es beim Jahresabschluss schon mal heißen: Wettbewerb drückt Ergebnis.

Ohne eigene Anstrengung werden die reinen Onlinebanken profitieren. Zumindest die nächsten Jahre, solange sie sich noch die Gebührenfreiheit leisten können. Was bei Telefon, Strom und Gas bereits normal ist, wird künftig auch in der Bankenbranche üblich sein: Steigen die Preise, wechsele ich den Anbieter. Erleichtert wird das im September. Dann sind Banken beim Kontowechsel sogar zur Hilfe verpflichtet.

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